wir sind zurück aus der Plenarsommerpause – und starten in eine politische Phase, in der es beim Klimaschutz auf eine klare Kante ankommt. Denn wer in diesen Tagen durch Niedersachsen fährt, könnte meinen, der Herbst sei längst da. Braune Wiesen, vertrocknete Pflanzen, ausgedörrte Böden – und das mitten im August. Dieser Hitzesommer führt uns mit aller Härte vor Augen, was die Klimakrise für unser Land bedeutet. Sie ist keine abstrakte Bedrohung irgendwann in der Zukunft, sie ist längst Realität. In Niedersachsen sind in diesem Jahr bereits mehr als 400 Menschen an den Folgen großer Hitze gestorben. Die Waldbrandgefahr ist vielerorts hoch. Landwirt*innen kämpfen mit Trockenheit und Ernteausfällen. Und die Folgen erreichen am Ende auch die Supermarktkasse: Bei einzelnen Gemüsearten sind die Preise infolge der Dürre bereits gestiegen. Und ausgerechnet jetzt wird darüber diskutiert, ob wir es mit der Klimaneutralität vielleicht doch nicht mehr ganz so genau nehmen sollten? Ministerpräsident Olaf Lies hat zuletzt erklärt, dass er auf Bundesebene auch eine Verschiebung der Klimaneutralität auf 2048 in Kauf nehmen würde. Das niedersächsische Ziel der Klimaneutralität 2040 hat er damit nicht ausdrücklich aufgegeben. Doch Klimaneutralität ist nicht nur eine Jahreszahl oder ein Wort im Gesetz. Sie ist eine Haltung: die Verantwortung dafür, unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und heute die Entscheidungen zu treffen, die morgen Sicherheit schaffen. Deshalb dürfen wir jetzt nicht nachlassen. Das zeigen wir auch mit dem Masterplan Wasser und einem starken Wassergesetz, das unsere Ressourcen schützt und Niedersachsen widerstandsfähiger gegen Hitze, Dürre und Extremwetter macht. Klimaschutz darf nicht aufgeweicht werden, wenn es unbequem wird – die Klimakrise wartet nicht. Gerade jetzt gilt deshalb: Kurs halten, Verantwortung übernehmen und für Klimaneutralität kämpfen. Jetzt erst recht. Alles Gute und bis bald, Anne & Detlev Fraktionsvorsitzende |