Statement:Grüne: Weniger starres Korsett, mehr eigene Stärken auf dem Weg zum Abitur
Junge Menschen haben ganz unterschiedliche Stärken und Pläne für ihre berufliche Zukunft. Deswegen ist es richtig und wichtig, dass die Oberstufe in Niedersachsen künftig kein starres Korsett mehr ist.
Kultusministerin Julia Willie Hamburg will die gymnasiale Oberstufe umfassend reformieren und gibt die neue Verordnung für Oberstufe und Abitur in die Anhörung. Geplant sind unter anderem mehr Wahlfreiheit bei der Fächerkombination, weniger Klausuren, neue Formen der Leistungsbewertung und der Wegfall von Facharbeit und Seminarfach. Dazu sagt Pascal Mennen, schulpolitische Sprecher der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag:
Junge Menschen haben ganz unterschiedliche Stärken und Pläne für ihre berufliche Zukunft. Deswegen ist es richtig und wichtig, dass die Oberstufe in Niedersachsen künftig kein starres Korsett mehr ist. Die Schüler*innen in den oberen Klassen brauchen mehr Freiheit bei der Gestaltung ihres Weges zum Abitur. Selbstverständlich kommt es weiterhin auf die Leistungen einer und eines jeden an, doch sie sollen zeitgemäßer bewertet werden: Eigenständiges Denken, Präsentieren und projektorientiertes Arbeiten gehören in Zeiten der Nutzung digitaler Endgeräte und künstlicher Intelligenz genauso zur Studierfähigkeit wie eine gute Klausur.
Wer junge Menschen gut auf Studium und Beruf vorbereiten will, muss ihnen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Raum für eigenständiges Denken und Reflexion geben. Dass dabei das hohe Niveau des Abiturs gewahrt bleibt und zugleich unnötige Belastungen reduziert werden, ist ein überzeugender Ansatz.