A 39 kein Ost-West-Projekt - Wenzel: Abstaubermentalität der Landesregierung
Eine inflationäre Häufung von "Erfolgsmeldungen der SPD? zu neuen Autobahnprojekten kritisierte der verkehrspolitische Sprecher der Landtagsgrünen Stefan Wenzel. Jüngster Anlass war die "Freude" der n...
Eine inflationäre Häufung von "Erfolgsmeldungen der SPD” zu neuen Autobahnprojekten kritisierte der verkehrspolitische Sprecher der Landtagsgrünen Stefan Wenzel. Jüngster Anlass war die "Freude" der niedersächsischen Verkehrsministerin Knorre über die Bereitschaft von Bundes-Verkehrsminister Bodewig zur Finanzierung einer weiteren Verkehrsuntersuchung in Höhe von 750.000 Euro für die geplante A 14/A 39.
Gar keinen Grund zur Freude, so Wenzel, biete die Tatsache, dass die Beteiligten sich bereits auf eine Variante festgelegt hätten, aber trotzdem erneut Geld für eine Untersuchung zum Fenster rausschmissen.
Desweiteren warf Wenzel der Landesregierung Abstaubermentalität vor. "Knorre versucht den Eindruck zu erwecken, dass es sich bei der geplanten A 14 - A 39 um ein Ost-West-Projekt handele.” Dabei sei aber nicht erkennbar, welchen Nutzen die A 39 von Wolfsburg nach Lüneburg für die östlichen Bundesländer haben solle. Deshalb forderte Wenzel eine strikt getrennte Bewertung aller Einzelprojekte im Bundesverkehrswegeplan.
"Die Stunde der Wahrheit kommt bei der Finanzierung”, so Wenzel. "Was jetzt alles versprochen wird, ist in den nächsten fünfzehn Jahren sowieso nicht bezahlbar.” Zudem wachse bei Wirtschaftsfachleuten die Erkenntnis, dass die Investition in die Köpfe - in Bildung, Forschung und Entwicklung für die Zukunft des Landes - elementarer sei als die Investition in Asphalt und Beton. Das gelte auch für die wirtschaftliche Entwicklung in den neuen Bundesländern, erklärte Wenzel.
wz