Pressemeldung Nr. 1832 vom

"Abenteuer Bankgesellschaft beenden" - Grüne wollen Strategie der Nord/LB auf den Prüfstand stellen

Nachdem die Gewährträger der Nord/LB sich bisher nicht auf das weitere Vorgehen zur Berliner Bankgesellschaft haben einigen können, fordern die Grünen im Landtag eine strategische Neuorientierung bei...

Nachdem die Gewährträger der Nord/LB sich bisher nicht auf das weitere Vorgehen zur Berliner Bankgesellschaft haben einigen können, fordern die Grünen im Landtag eine strategische Neuorientierung bei der Landesbank. "Das Abenteuer Bankgesellschaft ist zu beenden, es hat die Nord/LB schon jetzt zu viel Geld gekostet", erklärte der finanzpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion Michel Golibrzuch am Dienstag in Hannover.
Bereits in der vergangenen Woche war eine Fusion der beiden Banken zu den Akten gelegt worden. Aktuell geht es noch um die Frage, ob einzelne Teile der Bankgesellschaft, etwa die Berliner Sparkasse, von der Nord/LB aus dem Konzern herausgekauft werden sollten. Auch dies droht nunmehr zu scheitern, nicht zuletzt, weil die ostdeutschen Gewährträger das dafür notwendige Geld nicht aufbringen wollen. Golibrzuch: "Auch für Niedersachsen wäre ein solcher Kauf nur über eine zusätzliche Verschuldung möglich."
Trotz der Absage an die Expansionspläne plädiert der Grünen-Abgeordnete dafür, die Zusammenarbeit von Nord/LB und Bankgesellschaft in der EDV oder bei den Bausparkassen fortzusetzen. Auch sollte der rund elfprozentige Anteil an der Bankgesellschaft in jedem Fall gehalten werden, um zu einem späteren Zeitpunkt eventuell einen höheren Verkaufserlös erzielen zu können. Insgesamt müsse die Strategie der Nord/LB jetzt aber auf den Prüfstand. Golibrzuch: "Es wäre ratsam, dies auch mit einem personellen Neuanfang in Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens zu verbinden."
mg

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