Pressemeldung Nr. 157 vom

Schüler Leidtragende der Ministeriumsschlampereien :Abiturprüfungsaufgaben erneut mangelhaft – FÜNF MINUS für Kultusministerin

Korter forderte Kultusministerin Heister-Neumann auf, sicherzustellen, dass die Fehler in den Aufgaben bei der Bewertung der Abiturarbeiten berücksichtigt werden. Erste Korrekturen hätten gezeigt, dass in Chemie viele Arbeiten schlechter ausgefallen seien als die Vornoten der Schülerinnen.

Die Zensur FÜNF MINUS haben die Landtagsgrünen der Kultusministerin für die Aufgabenstellungen der Klausuren im diesjährigen Zentralabitur erteilt. "Es ist nicht akzeptabel, dass jetzt die Schülerinnen und Schüler die erneuten Schlampereien der Verantwortlichen ausbaden müssen", sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter am Mittwoch (heute) in Hannover.

Die Grünen-Politikerin bezieht sich in ihrer Kritik auf die Berichte von Fachlehrern, die, wie schon in den Vorjahren, über schwerwiegende Fehler in den Aufgabenstellungen berichtet haben. So seien im Fach Chemie Kenntnisse vorausgesetzt worden, die weder in den thematischen Schwerpunkten für das Abitur genannt worden waren, noch zu den Pflichtthemen gehörten. Die Schülerinnen und Schüler hätten zum Beispiel chemische Reaktionen auswerten sollen, obwohl aus der bloßen Beschreibung dieser Reaktionen, ohne den Versuch selbst zu sehen, ein eindeutiges Ergebnis gar nicht feststellbar gewesen sei.

Korter forderte Kultusministerin Heister-Neumann auf, sicherzustellen, dass die Fehler in den Aufgaben bei der Bewertung der Abiturarbeiten berücksichtigt werden. Erste Korrekturen hätten gezeigt, dass in Chemie viele Arbeiten schlechter ausgefallen seien als die Vornoten der Schülerinnen.

Die grüne Schulexpertin setzt sich dafür ein, die bisherigen Erfahrungen mit dem Zentralabitur in Niedersachsen wissenschaftlich zu evaluieren. Zur nächsten Landtagssitzung hat sie der Landesregierung eine Anfrage zu den Fehlern in den Aufgabenstellungen vorgelegt.

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