Sozialministerin muss gegen Kassen-Aktion vorgehen:Ärztinnen und Ärzte dürfen nicht Werbeträger werden
Die sozial- und gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ursula Helmhold hat die in aktuellen Medienberichten geschilderte Praxis der BKK Mobil Oil, wonach Ärz-tinnen und Ärzte mit zweifelhaften Verträgen zu Werbeträgern für diese Krankenkasse gedrängt werden, als „skandalös“ bezeichnet.
Die sozial- und gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ursula Helmhold hat die in aktuellen Medienberichten geschilderte Praxis der BKK Mobil Oil, wonach Ärztinnen und Ärzte mit zweifelhaften Verträgen zu Werbeträgern für diese Krankenkasse gedrängt werden, als "skandalös" bezeichnet. Damit würden ahnungslose Patientinnen und Patienten in Arztpraxen zu "Objekten von Werbemaßnahmen" und in den Wartezimmern werde ein Zweiklassensystem eingeführt, sagte die Grünen-Politikerin am Freitag (heute) in Hannover. Helmhold: "Nun sind die Ärztekammer und auch das Bundesversicherungsamt gefordert, berufsrechtlich und aufsichtsrechtlich tätig zu werden. Der Käuflichkeit von Ärztinnen und Ärzten muss ein Riegel vorgeschoben werden."Die Grünen-Politikerin forderte auch die niedersächsische Sozialministerin Özkan auf, gegenüber dem Bundesversicherungsamt vorstellig zu werden, damit diese anrüchige Praxis beendet werde.