Pressemeldung Nr. 1820 vom

"Aller und Nord/LB-Vorstand haben sich verrannt" - Grüne: Nord/LB würde sich an Bankgesellschaft gewaltig verheben

Nachdem der Aufsichtsrat der Nord/LB lediglich noch ein unverbindliches "Kaufinteresse" an der Berliner Bankgesellschaft bekundet, halten die Grünen im Landtag die Expansionspläne der Landesbank für g...

Nachdem der Aufsichtsrat der Nord/LB lediglich noch ein unverbindliches "Kaufinteresse" an der Berliner Bankgesellschaft bekundet, halten die Grünen im Landtag die Expansionspläne der Landesbank für gescheitert. "Finanzminister Aller und der Vorstand der Nord/LB haben sich verrannt. Es macht keinen Sinn, eine Übernahme der Bankgesellschaft gegen den wohlbegründeten Widerstand der niedersächsischen Sparkassen durchprügeln zu wollen", erklärte der finanzpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion Michel Golibrzuch am Donnerstag in Hannover.
Der Grünen-Politiker äußerte ausdrückliche Zweifel, ob die Nord/LB für den notwendigen harten Sanierungskurs bei der Bankgesellschaft geeignet wäre. Als öffentlich-rechtliche Bank unterliege sie einem politischen Einfluss, der sich gerade bei umstrittenen und unpopulären Sanierungsmaßnahmen wie dem erforderlichen Personalabbau bemerkbar machen dürfte. Golibrzuch: "Die Nord/LB würde sich an der Bankgesellschaft ganz gewaltig verheben."
Die Grünen sprechen sich dafür aus, die Verhandlungen mit dem Berliner Senat endgültig einzustellen und sich stattdessen auf den Umbau der Landesbank zu konzentrieren. So mache der Kompromiss mit der Brüsseler EU-Kommission gewaltige Veränderungen in der Unternehmensstruktur der Nord/LB nötig. Auch gehöre die bisherige Konzernstrategie auf den Prüfstand. Golibrzuch: "Bilanz-Junkies mit ihrer Sucht zur Größe haben abgewirtschaftet. Künftig muss wieder das Prinzip des vorsichtigen Kaufmanns Handlungsmaßstab sein."
mg

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