Pressemeldung Nr. 1839 vom

"Allers Strategie zur Nord/LB gescheitert" - Grüne: Auch der Kauf der Berliner Sparkasse nicht ohne Risiken

Nach der endgültigen Absage an eine Fusion von Nord/LB und Berliner Bankgesellschaft haben sich die Grünen im Landtag erleichtert gezeigt. "Die Nord/LB hätte es einfach nicht im Kreuz gehabt, die Bank...

Nach der endgültigen Absage an eine Fusion von Nord/LB und Berliner Bankgesellschaft haben sich die Grünen im Landtag erleichtert gezeigt. "Die Nord/LB hätte es einfach nicht im Kreuz gehabt, die Bankgesellschaft zu sanieren. Es ist in hohem Maße problematisch, dass ausgerechnet Nord/LB-Chef Bodin und Aufsichtsratsvorsitzender Aller bis zuletzt eine andere Auffassung vertreten haben", erklärte der finanzpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion Michel Golibrzuch am Mittwoch in Hannover.
Die jahrelang verfolgte Strategie der Landesbank, sich gemeinsam mit der Bankgesellschaft in Richtung Osten auszudehnen, sei gescheitert. Gerade weil Bodin und Aller gegen alle Risikoprognosen an dieser Absicht festhalten wollten, sei eine Neuorientierung der Nord/LB mit diesen Verantwortlichen schwer vorstellbar. Golibrzuch: "Jedes normale Wirtschaftsunternehmen würde sein Führungspersonal nach einer solchen Schlappe austauschen. Vertrauen und Autorität der Beteiligten haben zu sehr Schaden genommen."
Der Grünen-Politiker bekräftigte seine Auffassung, wonach die Nord/LB ihren elfprozentigen Anteil an der Bankgesellschaft bis auf weiteres halten solle. Ein "Ausverkauf" und der Abbruch aller Kooperationen mit Berlin wäre eine falsche Antwort auf den Beschluss des Aufsichtsrates. Skeptisch zeigte sich Golibrzuch gegenüber der Absicht der Landesbank, nunmehr lediglich noch ein Kaufangebot für die Berliner Sparkasse zu unterbreiten. Golibrzuch: "Auch dieses Unterfangen würde eine Menge Geld kosten und wäre nicht frei von Risiken. Aber wahrscheinlich wird der Berliner Senat sich auf eine solche Rosinenpickerei gar nicht einlassen."
mg

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