Anziehungskraft der Schule stärken - Bekannte Maßnahmen und alte Appelle überzeugen keine Schulschwänzer
Wenig Chancen geben die Landtagsgrünen dem heute (Mittwoch) vorgestellten "Programm zur Vermeidung von unentschuldigter Abwesenheit vom Unterricht". "Das Problem wird nicht dadurch gelöst, dass alle s...
Wenig Chancen geben die Landtagsgrünen dem heute (Dienstag) vom Kabinett verabschiedeten "Programm zur Vermeidung von unentschuldigter Abwesenheit vom Unterricht". "Das Problem wird nicht dadurch gelöst, dass alle schon geltenden Maßnahmen und Appelle als neues Programm aufgelegt werden", sagte die schulpolitische Sprecherin Brigitte Litfin in Hannover.
Schulschwänzerei habe auch etwas mit mangelnder Schulzufriedenheit zu tun. Daran würde das Landesprogramm nichts ändern. "Statt in Aktionismus zu verfallen, sollte alle Kraft eingesetzt werden, die Schule interessant zu machen und jedem Schüler das Gefühl zu geben, dass seine Fähigkeiten und Leistungen anerkannt werden. Wenn Schüler befürchten, dass sie etwas verpassen, werden sie nicht wegbleiben," sagte Litfin.
Die Grünen-Politikerin hält es für sinnvoll, zu diesem Thema über die Kultusministerkonferenz einen Austausch mit erfolgreichen PISA-Ländern wie Finnland, Schweden, Neuseeland und Kanada zu organisieren. Litfin: "Dabei wird sich sicher zeigen, dass ein aus dem Korsett von Rahmenrichtlinien und Erlassen befreiter Unterricht besser auf die Schüler zugeht und für die Schule eine Anziehungskraft entwickelt."