Pressemeldung Nr. 52 vom

Kein echter Zuwachs an Ausbildungsplätzen:Ausbildungspakt bleibt lasch und unverbindlich

„Unterm Strich bleibt nichts bis wenig, wenn zwar neue Plätze versprochen werden, zugleich aber ebenso viele Jobangebote wegfallen“, so Enno Hagenah.

Der heute vorgestellte neue Ausbildungspakt für Niedersachsen bleibt zu lasch und führt noch mehr Jugendliche in Warteschleifen, erklärte heute der wirtschaftspolitische Sprecher der grünen Landtagsfraktion Enno Hagenah. Mit der Senkung der Schulabbrecherquote auf 5 % und einer verbesserten Datenerhebung würde lediglich ein Pflichtprogramm erfüllt.

"Unterm Strich bleibt nichts bis wenig, wenn zwar neue Plätze versprochen werden, zugleich aber ebenso viele Jobangebote wegfallen", so Hagenah. In diesem Jahr sei mit einer noch dramatischeren Lage auf dem Lehrstellenmarkt zu rechnen.

Jungen Menschen, die wegen des weiterhin zu geringen Ausbildungsplatzangebotes über Jahre von einer Qualifizierungsmaßnahme in die nächste verschoben werden, würde dieser neue Pakt nicht helfen. Niedersachsen habe bereits jetzt bundesweit den höchsten Anteil an Jugendlichen in den Übergangssystemen.

Hagenah: "Nach dem Recht auf einen Kita-Platz müssen wir auch das Recht auf einen Ausbildungsplatz auf die politische Tagesordnung bringen. Freiwillige Bündnisse wie der Niedersachsenpakt lösen das Problem offensichtlich nicht."

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