Ausbleibende Altbausanierung hemmt Klimaschutz und verhindert Bauinvestitionen in Niedersachsen - Landesregierung verpennt Bundesfördermittel
Die Landtagsgrünen werfen der Landesregierung vor, den Bereich Altbausanierung sträflich zu vernachlässigen. Dadurch würden in Niedersachsen gleichermaßen Effekte für den Klimaschutz als auch die drin...
Die Landtagsgrünen werfen der Landesregierung vor, den Bereich Altbausanierung sträflich zu vernachlässigen. Dadurch würden in Niedersachsen gleichermaßen Effekte für den Klimaschutz als auch die dringend benötigten Impulse für die Belebung der Konjunktur verhindert, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Enno Hagenah am Mittwoch in Hannover.
Lange überfällig sei eine landesweite Informationskampagne, mit der Hausbesitzern Auskunft über die umfangreichen Fördermittel des Bundes und die Amortisationszeiten bei der Altbausanierung gegeben wird. "Deshalb bleibt die Antragslawine aus und Niedersachsen verschenkt dreistellige Millionenbeträge, die als Sanierungsinvestitionen der heimischen Baubranche zu Gute kämen", sagte der Grünen-Politiker.
Schon im Sommer letzten Jahres hatten die Grünen eine solche Informationskampagne gefordert und bei einer Anhörung im Bauausschuss einhellige Unterstützung dafür vom Baugewerbe, den Handwerkskammern und den Verbraucherzentralen erhalten. Michael Koch von der Vereinigung der Handwerkskammern (VHN) sagte in der Anhörung: "Es wäre gerade jetzt an der Zeit, etwas für den Klimaschutz und gleichzeitig für Arbeitsplätze zu tun." Die Verbraucherzentrale Niedersachsen (VZN) wies in ihrer Stellungnahme außerdem darauf hin, dass "viele Möglichkeiten der konjunkturellen Belebung nicht ausgeschöpft werden, weil Hausbesitzer als potenzielle Investoren zu wenig über die Fördermöglichkeiten des Bundes wissen". Trotz dieser klaren Positionen wird von den anderen Fraktionen der Entschließungsantrag dazu weiterhin verzögert.
Hagenah: "Angesichts der konjunkturellen Lage und steigender Arbeitslosenzahlen ist die Untätigkeit der Landesregierung mehr als fatal. Bis Niedersachsen aufwacht, sind die Mittel aus Berlin wohl längst den anderen Bundesländern zugesprochen."
Gö