Pressemeldung Nr. 1712 vom

Bartels-Erlass zur Nitrofen-Kennzeichnung erschwert bundeseinheitliche Regelung - Vermarktungsfreigabe schädlich

Die Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Rebecca Harms hat Landwirtschaftsminister Bartels vorgeworfen, mit dem niedersächsischen Alleingang zur Kennzeichnung von nitrofenbelasteten Waren, eine bun...

Die Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Rebecca Harms hat Landwirtschaftsminister Bartels vorgeworfen, mit dem niedersächsischen Alleingang zur Kennzeichnung von nitrofenbelasteten Waren, eine bundeseinheitliche Regelung erschwert zu haben. In einem Schreiben an den Minister kritisiert die Grünen-Politikerin den Erlass als schädlich. "Das Vorhaben, Bioprodukte, deren von außen verursachte Nitrofenbelastung tagelang bundesweit in den Medien diskutiert wurde, mit einer Kenntlichmachung dieser Belastung für die Vermarktung freizugeben, erklärt sich für mich nur mit bürokratischer Ignoranz. Nur um anfallende Kosten vom Land Niedersachsen fernzuhalten, geben Sie als zuständiger Minister deutliche Signale gegen den Ökolandbau und zeigen, wie inkonsequent Sie die Interessen der Verbraucher wahrnehmen", schreibt Harms.
Diese Einschätzung werde auch von Bioland e.V. Niedersachsen, der Bäuerlichen Gesellschaft (Demeter) und der Verbraucherzentrale Niedersachsen geteilt.
Harms fordert den Minister auf, die gegen die betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe des Ökolandbaus gerichtete Politik einzustellen und umgehend geeignete Hilfsmaßnahmen zugunsten dieser Betreibe zu ergreifen. Der niedersächsische Erlass sollte nicht zur Ausführung kommen.
Zur weiteren Information über die Konsequenzen aus dem Nitrofen-Skandal bittet die Grünen-Politikerin um eine Zusammenstellung der vom Landwirtschaftsministerium ergriffenen Maßnahmen zur Feststellung der Verursacher und zur Verhinderung weiterer Nitrofenbelastungen durch die GS Agri.

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