Verzögerung bei Luftreinhalteplänen schadet den Menschen:Bekämpfung von Feinstaub nicht auf die lange Bank schieben
Die Landtagsgrünen fordern von der Landesregierung den verstärkten Einsatz für die Aufstellung von Luftreinhalteplänen in den von Feinstaubemissionen betroffenen Städten. Eine konsequente Reduzierung...
Die Landtagsgrünen fordern von der Landesregierung den verstärkten Einsatz für die Aufstellung von Luftreinhalteplänen in den von Feinstaubemissionen betroffenen Städten. Eine konsequente Reduzierung der gesundheitsschädlichen Belastung in den Ballungsräumen müsse jetzt in Angriff genommen werden und nicht erst in fünf Jahren, sagten die umweltpolitische Sprecherin Dorothea Steiner und der verkehrspolitische Sprecher Enno Hagenah am Freitag in Hannover.
"Wer sich jetzt auf die vermeintliche Lockerung der Vorgaben durch die EU-Kommission beruft und das als Absolution für Schlendrian begreift, nimmt in Kauf, dass die Menschen in den Belastungsräumen länger der Gefährdung durch Feinpartikel ausgesetzt sind", sagte Hagenah. Das gelte insbesondere dort, wo sich durch den verlagerten LKW-Verkehr neue Belastungsschwerpunkte abzeichnen.
Es sei auch nicht hilfreich, wenn der niedersächsische Umweltminister die Belastungen durch die Landwirtschaft im Weser-Ems-Raum klein rede. Die relativ hohen Werte in dieser Region seien auf die Massentierhaltung in großem Ausmaß zurückzuführen. "Auch hier darf im Interesse der Gesundheit der Menschen die Reduzierung der Feinstaubbelastung nicht auf die lange Bank geschoben werden", forderte Steiner. Es werde ohnehin Jahre dauern, bis Maßnahmen zur Verringerung der Belastung erkennbare Erfolge bewirken würden. "Das Gebot der Stunde ist jetzt die Erstellung wirksamer Luftreinhaltepläne".