Pressemeldung Nr. 1959 vom

"Berliner Entscheidung vorteilhaft für Nord/LB" - Grüne: "Rosinenpicker waren bei Bankgesellschaft ohne Chance"

Mit Erleichterung haben die Grünen im Landtag auf das Ausscheiden der Nord/LB im Wettbewerb um die Übernahme der Berliner Bankgesellschaft reagiert. "Angesichts immer neuer Horrormeldungen aus den Lei...

Mit Erleichterung haben die Grünen im Landtag auf das Ausscheiden der Nord/LB im Wettbewerb um die Übernahme der Berliner Bankgesellschaft reagiert. "Angesichts immer neuer Horrormeldungen aus den Leichenkellern der Bankgesellschaft, ist die Entscheidung des Berliner Senats vorteilhaft für die Nord/LB und auch für den niedersächsischen Landeshaushalt", erklärte der finanzpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion Michel Golibrzuch am Donnerstag in Hannover.
Der Grünen-Politiker hatte sich von vornherein skeptisch zu den Chancen des Angebots von Nord/LB sowie Sparkassen- und Giroverband gezeigt und sieht sich jetzt in seinen Bedenken bestätigt. Die Orientierung auf das Privatkundengeschäft sei vor allem politisch motiviert gewesen, um den Sparkassenplatz Berlin zu erhalten. Für den Berliner Senat musste es notwendigerweise attraktiver erscheinen, einen Investor für den Gesamtkonzern der Berliner Bankgesellschaft ins Boot zu holen. Golibrzuch: "Die Rosinenpicker aus dem Sparkassenlager hatten wohl nie eine echte Chance."
Trotz des ausgeschlagenen Kaufangebots plädiert der Grünen-Abgeordnete dafür, die bisher von der Nord/LB gehaltenen Anteile an der Bankgesellschaft keinesfalls kurzfristig abzustoßen. Vielmehr sollte jetzt abgewartet werden, welche Sanierungsmaßnahmen der noch auszuwählende Privatinvestor in Berlin durchsetze. Möglicherweise könne sich aus diesem Engagement mittel- oder langfristig auch eine deutliche Erholung der Aktienkurse ergeben.
mg

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