Pressemeldung Nr. 5121 vom

Bewährtes Anmeldeverfahren an Gesamtschulen beibehalten - Probleme durch einheitliche Fristen erwartet

Eine Verordnung des niedersächsischen Kultusministers, mit der künftig einheitliche Fristen für die Anmeldung an eine weiterführende Schule nach der Grundschule gelten, werde vor allem die Integrierte...

Eine Verordnung des niedersächsischen Kultusministers, mit der künftig einheitliche Fristen für die Anmeldung an eine weiterführende Schule nach der Grundschule gelten, werde vor allem die Integrierte Gesamtschule Göttingen-Geismar vor erhebliche Probleme stellen. Darin waren sich Schulleiter Wolfgang Vogelsaenger und Vertreter des Schulelternrates bei einem Besuch der Grünen-Landtagsabgeordneten Ina Korter in der Göttinger Gesamtschule einig.
Bisher habe es für Gesamtschulen keine einheitlichen Anmeldefristen gegeben. Die "Durchlässigkeitsverordnung" des Kultusministers schreibe jetzt verbindlich eine Frist von 2 Wochen nach dem Abschlusszeugnis der 4. Klasse vor, die unter bestimmten Umständen vom Schulträger auf 5 Wochen verlängert werden könne, erklärte Wolfgang Vogelsaenger.
"Diese Verordnung macht doch keinen Sinn. Warum hält sich die Landesregierung da nicht raus und überlässt es der Schule und der Stadt sich auf vernünftige Regelungen zu verständigen? Minister Busemann redet doch sonst auch immer so gerne von Eigenverantwortung. Jetzt droht ein heilloses Chaos, weil nicht mehr die Eltern nach einer Ablehnung eine Ausweichschule suchen können, sondern weil ein Verteilungsausschuss die ca. 350 an den Göttinger Gesamtschulen aus Kapazitätsgründen abgelehnten Schüler auf die anderen Göttinger Schulen verteilen muss", sagte Ina Korter.
Schulleiter Vogelsaenger erklärte zuvor das Aufnahmeverfahren an seiner Schule. Dabei komme es unter anderem darauf an, gemäß der Göttinger Schülerstruktur Kinder mit unterschiedlichen Begabungen aufzunehmen. "Dazu brauchen wir einige Tage, zumal gleichzeitig ja auch noch das Schuljahr zu Ende geht und Abschlussprüfungen laufen. Das Losverfahren, das unter Aufsicht der Stadtverwaltung steht, nimmt seine Zeit in Anspruch. Die Absagen an ca. 150 Eltern müssen formal korrekt sein, um Widersprüche zu vermeiden. Da eine Absage der beiden Gesamtschulen in Göttingen für die Familien immer ein Schock ist, brauchen die Eltern und Kinder einige Zeit, um sich neu orientieren zu können. Erst dann können sie ihre Kinder an einer anderen Schule neu anmelden", so Wolfgang Vogelsaenger.
Ina Korter versprach, sie werde sich in der Angelegenheit direkt an Kultusminister Busemann wenden. "Ähnliche Probleme wie hier sind mir auch bei meinem Besuch in Wilhelmshaven mitgeteilt worden. Da muss eine Lösung gefunden werden", sagte die Grünen-Abgeordnete.

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