Birkner-Forderung nach Nonstop-Ladenöffnung ein akuter Fall von Verzweiflung
"Die FDP sucht angesichts ihrer schlechten Umfragewerte nach Profilierungsthemen. Das entschuldigt aber nicht den Unsinn dieser Forderung", so Ursula Helmhold.
Zur Forderung des FDP-Landesvorsitzenden Stefan Birkner nach Abschaffung der Ladenöffnungszeiten erklärt die sozialpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ursula Helmhold:
"Offensichtlich haben wir es mit einem akuten Fall von Verzweiflung zu tun. Die FDP sucht angesichts ihrer schlechten Umfragewerte nach Profilierungsthemen. Das entschuldigt aber nicht den Unsinn dieser Forderung. Weiß Herr Minister Birk denn wirklich nicht, dass heute werktags eine unbegrenzte Öffnung möglich ist? Wenn die FDP jetzt auch noch die Verfassung ändern will, um den neoliberalen Kaufrausch auch am Sonntag auszuleben, muss es um den kleinen Koalitionspartner in Berlin und Hannover wirklich schlecht bestellt sein. Die Zeche werden dann wieder die Verkäuferinnen zahlen, deren Kolleginnen schon von Birkners Kabinettskollegen und Wirtschaftsminister Bode nach der Schlecker-Pleite erfahren mussten, dass sie offenbar nicht zum FDP-Klientel gehören und deshalb kaltherzig aufs Abstellgleis geschoben wurden."