Forsche Formeln und fehlende Finanzierung:CDU-Hochschulpapier: Außer Thesen nichts gewesen
„Die Aufzählung einzelner Projektvorhaben in der Forschungsförderung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die CDU mit Minister Stratmann an der Spitze die Hochschulen seit Jahren durch radikale Kürzungen im Regen stehen lässt“, so Gabriele Heinen-Kljajic.
Die Landtagsgrünen sehen die so genannten "Göttinger Thesen" der CDU-Regierungsfraktion "mit dem Mut der Verzweifelten geschrieben". Angesichts des hochschulpolitischen Scherbenhaufens um das Uni-Modell NTH versuche man offenbar, mit Anscheinserwecken von den unübersehbaren Schwächen der Ministeriumsführung abzulenken, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gabriele Heinen-Kljajic am Donnerstag (heute) in Hannover. "Die Aufzählung einzelner Projektvorhaben in der Forschungsförderung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die CDU mit Minister Stratmann an der Spitze die Hochschulen seit Jahren durch radikale Kürzungen im Regen stehen lässt."
Wie schon nach der Kabinettsklausur würden Absichtserklärungen präsentiert, ohne konkrete Finanzierungsvorschläge zu machen, kritisierte die Grünen-Politikerin. "Die Göttinger Thesen sind angesichts der anstehenden Haushaltsberatungen eine Provokation", sagte Heinen-Kljajic. Der 2009 angestrebte Zukunftsvertrag bringe Planungssicherheit, weil die Hochschulen jetzt wissen, dass sie auch über 2010 hinaus deutlich unterfinanziert sein werden.