Pressemeldung Nr. 21 vom

CDU und FDP sitzen Probleme durch doppelten Abi-Jahrgang aus

Auf scharfe Kritik bei den Landtagsgrünen stößt die Weigerung der Fraktionen von CDU und FDP, für Niedersachsen ein Sonderprogramm zur Bewältigung der steigenden Studierendenzahlen im Jahr 2011 aufzul...

Auf scharfe Kritik bei den Landtagsgrünen stößt die Weigerung der Fraktionen von CDU und FDP, für Niedersachsen ein Sonderprogramm zur Bewältigung der steigenden Studierendenzahlen im Jahr 2011 aufzulegen.

Während das Thema doppelter Abiturjahrgang und Studentenberg landauf-landab die bildungspolitischen Debatten bestimme und z.B. Bayern und Baden-Württemberg längst an eigenen Konzepten arbeiteten, um den sprunghaften Anstieg von Studierwilligen an den Hochschulen auffangen zu können, verpenne man in Niedersachsen das Problem, sagte die hochschulpolitische Sprecherin Gabriele Heinen-Kljajic am Donnerstag nach der Sitzung des Ausschusses für Wissenschaft und Kultur.

Es sei irrwitzig, wenn CDU und FDP nach eigenen Aussagen Sonderprogramme des Bundes abwarten wollen, gleichzeitig aber an einer Föderalismusreform festhielten, die genau solche Sonderprogramme unmöglich machen. Ein entsprechender Antrag der Grünen im Wissenschaftsausschuss, die bisherigen Beschlüsse so zu ändern, dass auch weiterhin solche Programme möglich bleiben, wurde abgelehnt.

"Diese Vogel-Strauß-Politik der Regierungsfraktionen ist an Ignoranz nicht mehr zu überbieten", so die Grünen-Politikerin. "Die Leidtragenden werden die zukünftigen Abiturienten sein, die erstmals ein Abitur nach 12 Schuljahren ablegen, das gewonnene Jahr aber sinnlos verstreichen lassen müssen, weil sie keinen Studienplatz finden. Wenn es kein Einlenken der Landesregierung gibt, wird der Hochschulstandort Niedersachsen spätestens 2011 vor die Wand gefahren."

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