Pressemeldung Nr. 2463 vom

CDU/FDP-Schulgesetz ohne pädagogische Begründung - "Aufstiegschancen" zum Abi sinken

Die Landtagsgrünen sehen mit der heute (Freitag) in Hannover endenden Anhörung ihre Kritik am Schulgesetzentwurf von CDU und FDP bestätigt. Es sei deutlich geworden, dass die Regierungsfraktionen ihr...

Die Landtagsgrünen sehen mit der heute (Freitag) in Hannover endenden Anhörung ihre Kritik am Schulgesetzentwurf von CDU und FDP bestätigt. Es sei deutlich geworden, dass die Regierungsfraktionen ihr Gesetz fachlich und pädagogisch nicht begründen könnten, sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter. "Die Rückkehr zur Dreigliedrigkeit mit der frühen Trennung der Kinder nach Klasse 4 ist eine rein ideologische Richtungsentscheidung."
Besonders die von den Regierungsfraktionen immer wieder propagierte Durchlässigkeit des zukünftig streng getrennten Schulsystems wird von den Grünen genau wie von zahlreichen angehörten Verbänden bezweifelt.
"Die generelle Einführung des Abiturs nach 12 Jahren wird dazu führen, dass die Stundentafeln in der Sekundarstufe I des Gymnasiums so verdichtet werden müssen, dass RealschülerInnen der Wechsel zum Abitur erschwert wird", sagte Korter. Mit flexiblen Lösungen der individuellen Schulzeitverkürzung, wie sie die Grünen in einem Entschließungsantrag zur nächsten Plenarsitzung vorschlagen, sei dieses Problem zu umgehen.
Völlig unklar sei die Ausgestaltung des 10. Schuljahrgangs in seiner im Gesetzentwurf formulierten "Gelenkfunktion". Korter: "CDU und FDP haben nicht deutlich machen können, zu welchem Zeitpunkt, an welcher Schule welcher Abschluss zu erreichen sein wird."
Die Grünen erneuerten ihre Forderung, Gesamtschulen im Gesetz weiter als Regelschulen zu führen und sehen sich darin unter anderem vom Landeselternrat, dem LandesschülerInnenrat, DGB, GEW ,VBE und den kommunalen Spitzenverbänden unterstützt.
Nach wie vor plädierten die Grünen für eine möglichst lange gemeinsame Schulzeit mit individueller Förderung der unterschiedlichen Leistungspotentiale als angemessene Antwort auf die Schulstudien PISA und IGLU.

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