CDU/FDP-Schulgesetz verhindert Durchlässigkeit, engt Elternwillen ein engt Elternwillen ein und wird für die Kommunen teuer
Unterrichtsgarantie nicht eingelöstScharfe Kritik am heute (Freitag) im Kultusausschuss vorgelegten Schulgesetzentwurf von CDU und FDP kommt von den Landtagsgrünen....
Unterrichtsgarantie nicht eingelöst
Scharfe Kritik am heute (Freitag) im Kultusausschuss vorgelegten Schulgesetzentwurf von CDU und FDP kommt von den Landtagsgrünen. Die Koalitionsfraktionen weigerten sich, wissenschaftliche Erkenntnisse nach PISA, die Forderungen des baden-württembergischen Handwerkstages, der Unternehmensberatung McKinsey und anderer Experten zur Kenntnis zu nehmen, sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter.
Die gesetzliche Festschreibung der Dreigliedrigkeit und die frühe Selektion nach Klasse 4 verhindere die Durchlässigkeit. Korter kritisierte die scharfe Selektion in Klasse 5, die den von CDU und FDP propagierten freien Elternwillen massiv einschränke.
Der Ausbaustopp der Gesamtschulen und ihre Streichung aus dem Gesetz werde die Bildungslandschaft aus ideologischen Gründen einengen und ignoriere den Wunsch vieler Eltern und SchülerInnen, kritisierte die Grünen-Politikerin.
Die von der CDU geforderte Unterrichtsgarantie finde sich nicht im Gesetzentwurf. "Wenn für die Einrichtung der getrennten 5. und 6. Klassen an Gymnasien, den Haupt- und Realschulen ca. 2000 Lehrerstellen benötigt werden, bleibt für die Förderung in der Grundschule nichts mehr übrig." Außerdem plane die Koalition, die zum 01.November 2002 eingestellten 700 LehrerInnen von den versprochenen 2500 Stellen abziehen.
Das mit dem Schulgesetz angestrebte dreigliedrige Modell werde für die Kommunen teuer, da es nach den Berechnungen des DIPF-Gutachtens (Deutsches Institut für Internationale Pädagogik-Forschung) 10% mehr Raumkapazitäten erfordere.
Ik/zm