CDU/FDP verhindern im Landtag Entlastung einkommensschwacher Eltern - Filiz Polat (Grüne): Kita-Besuch darf nicht an Geldmangel der Eltern scheitern

Scharfe Kritik hat die Landtagsabgeordnete der Grünen Filiz Polat an der Entscheidung der CDU/FDP-Koalition im Landtag geübt, die Einkommensgrenze, ab der Eltern Kita-Beiträge zahlen müssen, wieder vo...

Scharfe Kritik hat die Landtagsabgeordnete der Grünen Filiz Polat an der Entscheidung der CDU/FDP-Koalition im Landtag geübt, die Einkommensgrenze, ab der Eltern Kita-Beiträge zahlen müssen, wieder von 690 € auf 573 € abzusenken. Eine Entlastung einkommensschwacher Eltern werde mit diesem Beschluss verhindert. Im Zuge der Hartz-IV-Gesetzgebung war diese Einkommensgrenze vom Bundestag angehoben worden.
"Es darf nicht dazu kommen, dass Kinder in der Kita abgemeldet werden, weil ihre Eltern die Beiträge nicht mehr zahlen können", erklärte Polat. Gerade für Kinder aus sozial benachteiligten Familien sei eine frühe Förderung im Kindergarten unverzichtbar.
Polat verwies auf den dramatischen Anstieg der Kinderarmut in Niedersachsen. Mehr als 13% der Kinder in Niedersachsen lebten unterhalb der Armutsschwelle. Eine Entlastung dieser Familien sei dringend erforderlich.
Scharfe Kritik äußerte Polat auch am Vorgehen der Regierungsfraktionen, die Elternmehrbelastung im Schnellverfahren per Tischvorlage als Anhang an das Feiertagsgesetz durchsetzen zu wollen. "Das ist eine Überrumpelungstaktik, aber kein seriöses parlamentarisches Verfahren", so Polat.

Zurück zum Pressearchiv