"Das kann noch nicht alles gewesen sein" - Grüne begrüßen erste Korrekturen am Schulgesetzentwurf
Die schulpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Ina Korter, hat begrüßt, dass die schwarz-gelbe Koalition erste Änderungen an ihrem Schulgesetzentwurf vorgenommen hat. Sie erklärte aber, d...
Die schulpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagfraktion, Ina Korter, hat begrüßt, dass die schwarz-gelbe Koalition erste Änderungen an ihrem Schulgesetzentwurf vorgenommen hat. Sie erklärte aber, diese Änderungen seien noch nicht ausreichend. Sie befürchtet, dass die vorgesehene sehr kurze Übergangsfrist für die Abschaffung der Orientierungsstufe zu einem organisatorischen Chaos führen werde.
Korter begrüßte insbesondere, dass die Koalition nun auf die Drohung verzichten will, SchülerInnen schon am Ende der 5. Klasse wieder abzuschulen. "Nun müssen aber auch Konzepte für eine intensive individuelle Förderung in der 5. und 6 Klasse entwickelt werden, damit alle Kinder den von ihnen gewählten Bildungsgang bewältigen können", forderte die Grüne.
Als unzureichend bezeichnete Korter die Änderungen im Hinblick auf die Gesamtschulen. "Die Gesamtschulen müssen eine echte Entwicklungsperspektive erhalten. Wo die Eltern dies wollen, muss auch die Neugründung von Gesamtschulen möglich sein", forderte sie.
Korter forderte weitere Änderungen am Schulgesetz, um die Durchlässigkeit zwischen den Schulformen zu verbessern.
Als völlig überstürzt bezeichnete Korter die Abschaffung der Orientierungsstufe. "Wenn schon 2004 sowohl die 5. als auch die 6. Klasse in den weiterführenden Schulen neu aufgenommen werden sollen, wird dies zu einem organisatorischen Chaos führen, das auf Kosten der Kinder geht." Korter forderte, den Schulträgern genügend Zeit für einen geordneten Übergang zu geben.