Das Warberglied - (oder: Nicht immer bleibt ein Rittersmann so tugendhaft wie er begann)
Das folgende Gedicht wurde von einem anonymen Dichter anlässlich der Haushaltsklausur der Landesregierung auf Burg Warberg verfasst.
Das folgende Gedicht wurde von einem anonymen Dichter anlässlich der Haushaltsklausur der Landesregierung auf Burg Warberg verfasst. |

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Als König Christian lobesam auf Warbergs Burg gezogen kam da schaut er mit dem frommen Heer in eine Kasse öd und leer. Auf Warberg wollt man jetzt verwegen den Pleitedrachen ganz erlegen der rund ums schöne Leineschloss die Untertanen so verdross.
Der Ehlen und der Busemann die fangen gleich zu fasten an. Frau von der Leyen, dass niemand leide, erklärt Verzicht auf ihr Geschmeide.
Dem Schünemann ist das nicht fremd er gibt sein letztes Kettenhemd. Und Heister-Neumann wird noch stärker geht spindeln für die Landeskerker.
Des Freiherrn Hirches teure Knappen die woll´n freiwillig was berappen. Magister Stratmann in der Not verschmäht sogar das trocken Brot.
Nur fällt dem Umweltschalk nichts ein wovon Entsagung könnte sein. Aus Furcht, man könnte ihn verbannen gelobt der Sander: weniger Pannen.
Prinz Möllring schloss derweil in Ruhe die solcherart gefüllte Truhe und bot sie seinem König an damit er sie beleihen kann.
Von König Christians Tafelrunde gibt's doch nur wenig frohe Kunde: Der Drachen lebt, der Schuldturm steht und unklar ist, wie's weiter geht.
(Anonymus, zu Hannover 7.July 2003) |