Delmenhorster Kreisblatt: Das Gespräch mit Jugendlichen gesucht - Delegation von Grünen-Politikern informierte sich gestern auch in Stuhr
Jugendarbeitslosigkeit war das Thema auf der Sommertour der Grünen, die auch einen Abstecher zum Haustechnik-Großhändler Cordes und Graefe machten. Die Jugendarbeitslosigkeit stand gestern im Mittelpu...
Jugendarbeitslosigkeit war das Thema auf der Sommertour der Grünen, die auch einen Abstecher zum Haustechnik-Großhändler Cordes und Graefe machten. Die Jugendarbeitslosigkeit stand gestern im Mittelpunkt der alljährlichen Sommertour einer Delegation der Grünen. Dabei machten Ralf Briese (MdL) und Filiz Polat (MdL), Stefanie Hennecke, Vorsitzende des Kreisverbandes, ihr Stellvertreter und Bundestagswahlkandidat Dr. Torsten König sowie Kreisverbandsgeschäftsführer Helmut Delle auch in Seckenhausen beim Haustechnik-Großhändler Cordes und Graefe Halt, um sich über die dortige Ausbildung zu informieren.
Bei Cordes und Graefe wurden die Politiker von den Azubis Kathrin Bretschke und Lars Reinhard sowie Ausbildungsleiterin Nathalie Coumont durch den Betrieb geführt. Das Unternehmen, erklärte Lars Reinhard, engagiere sich sehr für den Nachwuchs. "Es gibt viel internen Unterricht", so der 23-jährige angehende Groß- und Außenhandelskaufmann. Außerdem würde jeder Azubi sämtliche Abteilungen durchlaufen, einschließlich des Lagers, in dem grundsätzlich zwecks genauer Warenkunde das erste Lehrjahr stattfinde. Auf die zwischen zehn und 14 Ausbildungsplätze pro Jahr bekomme das Unternehmen rund 200 Bewerbungen, erklärte Nathalie Coumont. "Für nächstes Jahr liegen mir schon 30 Bewerbungen vor", fügte die Ausbildungsleiterin hinzu.
Begonnen hatten die Politiker ihre Tour in Syke, um sich bei der Agentur für aktive Arbeitsmarktpolitik (ARGE) von deren Aktivitäten zur Jobvermittlung zu überzeugen.
Besonders der anschließende Besuch im Bassumer Weiterbildungszentrum des Bildungswerks der Niedersächsischen Volkshochschule hinterließ Eindruck. "Sehr interessant war das Gespräch mit sozial benachteiligten Jugendlichen", berichtete Ralf Briese. Daraus hätten sich trotz anfänglicher Skepsis seitens der Jugendlichen "fruchtbare" Dialoge entwickelt. "So etwas macht man eigentlich viel zu wenig als hauptberuflicher Politiker", berichtet Briese.