Pressemeldung Nr. 243 vom

Der „Star“ der IAA gefährdet unsere Straßen - Monster-LKW aus dem Verkehr ziehen!

Anlässlich der heutigen Eröffnung der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover verschärft der verkehrspolitische Sprecher der grünen Landtagsfraktion Enno Hagenah seine Kritik an den sogenannten Gigalinern.

Anlässlich der heutigen Eröffnung der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover verschärft der verkehrspolitische Sprecher der grünen Landtagsfraktion Enno Hagenah seine Kritik an den sogenannten Gigalinern, die in Niedersachsen in einem bundesweit umstrittenen Modellprojekt seit Juli mit einer Sondergenehmigung fahren. Verkehrsexperten bezweifeln insbesondere die von den Befürwortern versprochene Entlastung für den weiter zunehmenden Güterverkehr, da mit einer Rückverlagerung von bis zu 1,3 Millionen LKW-Fahrten von der Schiene auf die Straße zu rechnen ist.

Der GRÜNEN-Politiker kritisiert, dass die Gefährdung für die anderen Verkehrsteilnehmer bisher nicht hinreichend berücksichtigt worden sei. Über die Schäden für die Verkehrsinfrastruktur allerdings wird bislang geflissentlich geschwiegen. "Ein LKW verursacht heute soviel Schaden wie 10.000 PKW", so Hagenah. "Diese Schäden steigen mit zunehmendem Gesamtgewicht nicht linear, sondern exponentiell."

Hagenah: "Das Problem stellt sich nicht nur bei der Berechnung der Achslast und deren Auswirkungen auf die Straßendecke. Bei Brückenbauwerken ist die Gesamtlast entscheidend." Viele der in die Jahre gekommenen Brücken könnten diesem Gewicht nicht lange standhalten, so Hagenah weiter. Statt in einem wenig praxisnahen Test die Riesen-LKW über niedersächsische Straßen zu schicken, sollte der Verkehrsminister die laufenden Berechnungen der Bundesbehörden zu den Substanzschäden abwarten. Private Gewinne einiger großer Transportunternehmen würden hier offensichtlich höher bewertet als die immens steigenden Instandhaltungskosten für das Straßennetz, die dann zulasten der Steuerzahler gehen.

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