Bei Reform nicht auf die Bremse treten:Eigenverantwortliche Schule demokratisch und mit professioneller Unterstützung gestalten
Mehr Unterstützung für Lehrkräfte, Eltern und Schüler bei der Umsetzung der eigenverantwortlichen Schule fordern die Landtagsgrünen von der niedersächsischen Landesregierung. Die vom Kultusministerium...
Mehr Unterstützung für Lehrkräfte, Eltern und Schüler bei der Umsetzung der eigenverantwortlichen Schule fordern die Landtagsgrünen von der niedersächsischen Landesregierung. Die vom Kultusministerium durchgeführte Anhörung habe gezeigt, dass die meisten Verbände das Vorhaben grundsätzlich begrüßten, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter am Donnerstag in Hannover, die dort geäußerte konstruktive Kritik müsse jedoch unbedingt ernst genommen werden.
"Die Schulen brauchen endlich Klarheit über die Ziele, die Umsetzungsschritte und die Ressourcen. Bei der Reform müssen alle mitgenommen werden, aber es darf jetzt auch nicht die Handbremse angezogen werden."
Es sei richtig, die Schulleitungen stärker für die Schulqualität in die Verantwortung zu nehmen, so die grüne Schulexpertin. Das dürfe aber nicht zur Abschaffung demokratischer Schulverfassungen führen. "Die größere Selbstständigkeit der Schulen erfordert neue Modelle der Beteiligung und Mitverantwortung zum Beispiel in Fachteams, und wir brauchen eine paritätische Beteiligung der Eltern und der Schülerinnen und Schüler."
Um tatsächlich die Unterrichtsqualität verbessern zu können, bräuchten die Schulen qualifizierte Beratungs- und Unterstützungssysteme und zielgenaue Fortbildungen. "Das alles wird nicht zum Nulltarif zu haben sein", sagte Korter. Größere Freiräume würden in den Schulen neue Ressourcen freisetzen. "Aber auch das Land muss in die Unterstützungsangebote für die Schulen kräftig investieren, damit die Reform zum Erfolg wird."