Elbvertiefung überflüssig - Landesregierung muss sich für bessere Hafenzusammenarbeit mit Hamburg einsetzen
Erfreulich ist nach Ansicht der Landtagsgrünen, dass ihre Initiativen vor Ort und im Land erfolgreich waren und Cuxhaven nach dem Wegfall der Containersperrklausel nun ungehindert im Containerdienst a...
Erfreulich ist nach Ansicht der Landtagsgrünen, dass ihre Initiativen vor Ort und im Land erfolgreich waren und Cuxhaven nach dem Wegfall der Containersperrklausel nun ungehindert im Containerdienst agieren kann. "Da sich auch die CDU gegen die geplante nächste Stufe der Elbvertiefung ausgesprochen hat, muss die Landesregierung jetzt alles unternehmen, um dieses Vorhaben durch eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Häfen in Hamburg und Cuxhaven unnötig zu machen", forderte der hafen- und schifffahrtspolitische Sprecher der Landtagsgrünen, Hans-Joachim Janssen am Montag in Hannover.
Cuxhaven könne bereits heute von Schiffen mit bis zu 15,30 m Tiefgang angelaufen werden. Außerdem sei die Hamburger Lagerhausgesellschaft am Cuxport beteiligt. "Beste Voraussetzungen, um Containerschiffe mit großem Tiefgang bereits in Cuxhaven abzufertigen und ihnen den Weg über die Elbe zu ersparen", sagte der Grünen-Politiker.
Janßen wies darauf hin, dass eine Elbvertiefung nur mit Zustimmung Niedersachsens möglich ist. Seine Fraktion habe bereits im April gefordert, diese Zustimmung nicht zu erteilen, da weitere Verschlickungen an den Elbufern, Probleme mit der Deichsicherheit und erhebliche Beeinträchtigungen der Fischerei zu erwarten seien.
Bedauerlich sei, dass der Antrag der Grünen zur Aufhebung der Containersperrklausel für den Cuxport noch immer nicht im für Häfen und Schifffahrt zuständigen Fachausschuss des Landtages behandelt worden sei. Auch die Chance, das Thema auf der Ausschusssitzung am (morgigen) Dienstag in Cuxhaven vor Ort zu behandeln, sei versäumt worden. "CDU und FDP sollten nun auch zügig dafür sorgen, dass das Parlament die Elbvertiefung ablehnt und die Landesregierung entsprechend handelt", sagte der Grünen-Abgeordnete.