Pressemeldung Nr. 3877 vom

Eltern lassen ihre Kinder nicht in Bildungsschranken verweisen - Individualisierte Lern- und Förderkonzepte an Gymnasien und Realschulen gefordert

"Die Eltern haben sich geweigert, ihre Kinder von der Landesregierung in die Bildungsschranken verweisen zu lassen." So bewertete die schulpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion Ina Korter...

"Die Eltern haben sich geweigert, ihre Kinder von der Landesregierung in die Bildungsschranken verweisen zu lassen." So bewertete die schulpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion Ina Korter die heute vorgelegten Anmeldezahlen zu den weiterführenden Schulen. Sowohl die hohen Anmeldezahlen an den Gesamtschulen und an den Gymnasien als auch die geringen Anmeldezahlen an den Hauptschulen machten deutlich, dass die Eltern ihre Kinder nicht frühzeitig in schulische Sackgassen abschieben lassen wollen. "Das ist auch eine Abstimmung mit den Füßen gegen das angeblich begabungsgerechte dreigliedrige Schulsystem von CDU und FDP", sagte Korter.
Als große Herausforderung für die Gymnasien und die Realschulen bezeichnete Korter die steigende Heterogenität von deren Schülerschaft. "Die Gymnasien und auch die Realschulen sind aufgefordert, alle Kinder mitzunehmen und individualisierte Lern- und Förderkonzepte zu entwickeln", sagte die Grünen-Politikerin.
Die Schulpolitik der CDU/FDP-Koalition müsse daran gemessen werden, ob es ihr gelinge, steigende Abschulungszahlen zu verhindern.
In den Anmeldezahlen zeige sich ein neues Stadt-Land-Gefälle. "Statt die Kinder in den Städten wieder in die Hauptschulen zurückzudrängen, muss der Kultusminister auch auf dem Land bessere Bildungsangebote schaffen, forderte Korter. "Die Kinder auf dem Land sind nicht dümmer als in der Stadt". Es sei nicht hinnehmbar, dass die Abiturquote auf dem Land so deutlich zurückbleibt.

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