Pressemeldung Nr. 136 vom

Wenzel: „Erhöhtes Risiko vermeiden“:EON soll auf Einsatz von MOX-Brennelementen in AKW Grohnde verzichten

Der Einsatz von MOX-Plutonium Brennelementen stelle eine unnötige Risikosteigerung dar, da bei Unfällen eine größere Menge von radioaktiven Substanzen freigesetzt werde könne, so Stefan Wenzel. Offenbar plane EON den Einsatz von MOX-Plutonium-Brennelementen für die übernächste Revision.

Einen Verzicht auf den Einsatz von Brennelementen mit Plutonium-Beimischung (MOX) in Grohnde fordert der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Stefan Wenzel. Der Atomkonzern EON betreibt seit 1984 das Atomkraftwerk in Grohnde an der Weser.

Für die Restlaufzeit sollte jede Risikoerhöhung vermieden werden, sagte der GRÜNEN-Politiker heute (Montag) in Hannover. Zudem stünde eine Entscheidung über notwendige Maßnahmen zur Nachrüstung des Kraftwerks aus, die sich aus der Auswertung der Reaktorkatastrophe in Fukushima ergäben. Anfragen hätten zudem ergeben, dass die Vorsorge für den Katastrophenfall ungenügend sei, sagte Wenzel.

Der Einsatz von MOX-Plutonium Brennelementen stelle eine unnötige Risikosteigerung dar, da bei Unfällen eine größere Menge von radioaktiven Substanzen freigesetzt werde könne, so Wenzel. In den letzten Jahren waren in Grohnde keine MOX-Plutonium-Brennelemente eingesetzt worden. Offenbar plane EON dies jetzt für die übernächste Revision.

Wenzel fordert eine Unterrichtung des Umweltausschusses über die Pläne von EON. Dabei solle auch dargestellt werden, welche Konsequenzen für die Nachrüstung noch laufender Atomkraftwerke von der Atomaufsicht für notwendig gehalten wird.

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