Will Landesregierung unbequeme Ergebnisse verschleiern?:Ergebnisse der Schulinspektionen veröffentlichen
„Im Dezember 2007 hat der damalige Kultusminister zugesagt, bis zum Sommer 2008 dem Landtag einen Bericht vorzulegen. Diese Zusage wurde bis heute nicht eingelöst“, kritisierte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter.
Die Landtagsgrünen haben von der Landesregierung die Veröffentlichung der Schulinspektions-Ergebnisse eingefordert. "Im Dezember 2007 hat der damalige Kultusminister zugesagt, bis zum Sommer 2008 dem Landtag einen Bericht vorzulegen. Diese Zusage wurde bis heute nicht eingelöst", kritisierte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter am Donnerstag in Hannover. "Die Schulinspektion ist nicht die Privatangelegenheit der Kultusministerin. Wenn die Ergebnisse weiter unter Verschluss gehalten werden, verdichtet sich der Eindruck, dass die Landesregierung etwas zu verbergen hat".
Im Herbst 2007 bekannt gewordene Ergebnisse aus einem Vorabbericht der niedersächsischen Schulinspektion hatten deutlich gemacht, dass viele Schulen besonders in den Teilbereichen "Lehrerhandeln im Unterricht" und "Schülerunterstützung" große Probleme hätten. Deutliche Mängel seien vor allem bei vielen Gymnasien erkennbar geworden. Bei neun Prozent der bis dahin inspizierten Gymnasien seien diese Mängel so gravierend gewesen, dass eine Nachinspektion erforderlich wurde.
"Unbequeme Ergebnisse dürfen nicht unter den Teppich gekehrt werden", sagte die Grünen-Politikerin. Es sei zu befürchten, dass die Landesregierung als "einzige Konsequenz die Inspektionskriterien für die Gymnasien so abwandelt, dass wichtige Mängel nicht mehr sichtbar werden".
Korter forderte stattdessen den Aufbau eines bedarfsgerechten und qualifizierten Beratungs- und Unterstützungssystem für die Schulen, um die erkannten Qualitätsmängel beheben zu können.
Die Ergebnisse der Schulinspektion sollen mit einer Kleinen Anfrage der Grünen-Politikerin in der kommenden Woche zum Thema der Landtags-Sitzung werden.