Erinnerung/Einladung Öffentliches Fachgespräch "Feinstaub ? eine kollektive Hysterie?"
Freitag, 15.04.2005, 11.00 bis 13.00 Uhr, Niedersächsischer Landtag (Erweiterungsbau), Raum 1405...
Freitag, 15.04.2005,
11.00 bis 13.00 Uhr,
Niedersächsischer Landtag (Erweiterungsbau), Raum 1405
Am Anfang dieses Jahres ist die Luftreinhalterichtlinie scheinbar aus heiterem Himmel über die Bundesrepublik hereingebrochen. Länder und Kommunen sind bis heute nur unzureichend darauf vorbereitet, wirksame Luftreinhaltemaßnahmen zu ergreifen. Als in München zu Ostern der Grenzwert für Feinstaub zum 35. Mal überschritten wurde, erklärte eine Boulevardzeitung die Stadt zur "Feinstaub-Hölle". Lösungsansätze von City-Maut, über Straßensperrungen bis zur steuerlichen Förderung von Dieselrussfiltern werden quer durch die politischen Lager diskutiert und als Ausbruch einer "kollektiven Feinstaub-Hysterie" kommentiert.
Unbestritten sind jedoch die Ergebnisse der Forschung, die seit Anfang der 90er Jahre immer dramatischere Daten zu den gesundheitlichen Gefahren der Feinstäube vorgelegt hat. Die Luftreinhaltevorschriften der EU und ihre Umsetzung in den Mitgliedsstaaten waren ein überfälliger Schritt. Es wird in Europa nachvollzogen, was in anderen Ländern schon umgesetzt ist. So gelten etwa in den USA bereits seit 1997 gesetzliche Grenzwerte für Feinstaubbelastungen.
Mit unserem Fachgespräch wollen wir insbesondere klären, welche Gesundheitsgefahren von Feinstäuben und anderen Luftschadstoffen ausgehen. Unser Ziel ist, neben Vorschlägen zur Minderung der Belastung aus dem Verkehrssektor auch Wege zur Reduzierung der Hintergrundbelastung durch Haushalte, Industrie und Intensivlandwirtschaft zu diskutieren, und unter Gesichtspunkten des Gesundheitsschutzes zu einer anderen Mobilitätspolitik, Stadt- und Raumplanung zu kommen.
Programm
Begrüßung: Stefan Wenzel, MdL, Fraktionsvorsitzender
"Anforderungen und Umsetzung der Luftreinhaltegesetzgebung”: Dr. Uwe Lahl, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Bonn
"Feinstäube und die gesundheitlichen Folgen”: Prof. Dr. med. Ulrich Hüttemann, Experte für Lungen- und Umwelterkrankungen, Göttingen
Anschließend: Diskussion mit den Referenten
Moderation und Schlusswort: Stefan Wenzel