Pressemeldung Nr. 2990 vom

Erlass zur Zusammenarbeit von Schule und Polizei unangemessen - Lehrer sind Erzieher und keine Hilfssheriffs

Die Landtagsgrüen haben den heute (Dienstag) von der Landesregierung vorgestellten Erlass zur Zusammenarbeit von Schule, Polizei und Staatsanwaltschaften als "unangemessene Reaktion auf Gewalt in der...

Die Landtagsgrüen haben den heute (Dienstag) von der Landesregierung vorgestellten Erlass zur Zusammenarbeit von Schule, Polizei und Staatsanwaltschaften als "unangemessene Reaktion auf Gewalt in der Schule" bezeichnet. "Rasche Konsequenzen bei Straftaten und Übergriffen müssen sein", sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter. "Der Polizeiruf 110 kann aber die pädagogische Bearbeitung von Konflikten nicht ersetzen."
Nach Ansicht der Grünen-Politikerin ist die Informationspflicht der Schulen an die Staatsanwaltschaft zu weit gefasst. "Die Anzeige jeder Schulhof-Balgerei als Körperverletzung führt zur Kriminalisierung von Schülern." Dadurch werde die pädagogische Intervention erschwert. Korter: "Lehrerinnen und Lehrer müssen als Erzieher arbeiten und nicht als Hilfssheriffs."
Statt den Lehrern bei jeder Nichtanzeige mit Disziplinarmaßnahmen zu drohen, solle die Landesregierung ihnen einen ausreichenden Ermessensspielraum zubilligen. .
Korter forderte eine Verstärkung der gewaltpräventiven Angebote an den Schulen.

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