Erneut Leukämie bei einem Kind in der Elbmarsch - Grüne schlagen Alarm
Das erneute Auftreten eines Leukämiefalls bei einem Kind aus Geesthacht in der Elbmarsch alarmiert den atompolitischen Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Andreas Meihsies.
Das erneute Auftreten eines Leukämiefalls bei einem Kind aus Geesthacht in der Elbmarsch alarmiert den atompolitischen Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Andreas Meihsies. "Dieser neue Fall löst bei uns größte Betroffenheit aus. Es muss jetzt endlich alles unternommen werden, um diese schreckliche Serie zu stoppen. Wir werden im Sozialausschuss des Landtags dieDurchführung eines Kolloquiums zur Leukämie in der Elbmarsch vorschlagen." Der Sozialausschuss befasst sich zurzeit auf Initiative der Grünen mit der Thematik.
In regelmäßigen Treffen der Wissenschaftler solle das Problem der ungeklärten Leukämiefälle bei Kindern und Jugendlichen in der Elbmarsch unter besonderer Berücksichtigung der Funde von radioaktiven Kügelchen wissenschaftlich weiter untersucht werden, so Meihsies. Dieses solle in einem interdisziplinären und ergebnisoffenen Diskurs geschehen. Ziel müsse sein, zu einer klaren Risikoabschätzung für die Bevölkerung zu kommen und dann die Gefahren zu beseitigen oder wenigstens zu minimieren. Diese Themen würden durch die bisherigen Studien nicht untersucht.
"Das Land ist verpflichtet, zum Schutze der Gesundheit seiner Bürger und Bürgerinnen alle erforderlichen Anstrengungen zu betreiben, um diese Sachverhalte aufzuklären. Den betroffenen Bürgern in der Elbmarsch drängt sich der Verdacht auf, dass hier versucht wird etwas zu vertuschen. Ansonsten ist kaum zu erklären, dass nicht alles unternommen wird, dieses Phänomen zu klären und - wenn möglich - die Ursachen zu beseitigen. Wir hoffen jetzt auf die Unterstützung aller Fraktionen", so Meihsies.