Pressemeldung Nr. 288 vom

Grüne fordern landesweites Moorschutzprogramm:Erster Erfolg für mehr Moorschutz

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Christian Meyer hat den im Aktionskreis Hannoversche Moorgeest zusammengeschlossenen Umweltverbänden für ihren Erfolg bei der EU zum Schutz niedersächsischer Moore gratuliert.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Christian Meyer hat den im Aktionskreis Hannoversche Moorgeest zusammengeschlossenen Umweltverbänden für ihren Erfolg bei der EU zum Schutz niedersächsischer Moore gratuliert. "Obwohl der ehemalige Umweltminister Sander, dass seit 15 Jahren geforderte Projekt lange torpediert und verzögert hat, ist heute ein guter Tag für den Naturschutz in Niedersachsen." Wie jetzt bekannt wurde, hat die EU einen gemeinsamen Antrag von Land und Region zum Schutz und Wiedervernässung von 2243 Hektar Moorfläche in der Region Hannover mit 11,4 Millionen Euro bewilligt. Die Landtagsgrünen sehen im Projekt bei Hannover nur einen ersten Schritt für ein landesweites Moorschutzprogramm.

"Der Moorschutz muss aus Arten- und Klimaschutzgründen in Niedersachsen Priorität bekommen. Die schleichende Torfzehrung durch Entwässerung, Torfabbau und Landwirtschaft ist einer der größten Klimakiller im Land. Wir bedauern, dass durch mangelnde Unterstützung durch die schwarz-gelbe Landesregierung eine gravierende Verzögerung eingetreten ist und das Projektgebiet auch 700 Hektar kleiner ist, als ursprünglich geplant. Gerade ein Gründlandgürtel um das wieder wachsende Moor wäre wichtig gewesen", sagte der grüne Naturschutzexperte, der das Projekt mehrfach vor Ort unterstützt hat.

Im Landtag fordern die Grünen die Wiederbelebung des niedersächsischen Moorschutzprogramms und die Förderung von Mooren als natürliche CO2-Speicher. Ein neues Moorschutzprogramm soll diese Klimakomponente enthalten und auch die bisher noch fehlenden Niedermoorböden berücksichtigen.

Zurück zum Pressearchiv