Pressemeldung Nr. 197 vom

Flächendeckende Förderung und Anerkennung ausländischer Abschlüsse gefordert:Fachkräftemangel in Niedersachsen ist Quittung für defensive Arbeitsmarktpolitik von CDU und FDP

Die Landtagsgrünen sehen einen Teil der Ursachen für den massiven Fachkräftemangel als „von der Landesregierung hausgemacht“ an. „Das ist die Quittung für die defensive Arbeitsmarktpolitik von CDU und FDP“, sagte der arbeitsmarktpolitische Sprecher Enno Hagenah.

Die Landtagsgrünen sehen einen Teil der Ursachen für den massiven Fachkräftemangel als "von der Landesregierung hausgemacht" an. "Das ist die Quittung für die defensive Arbeitsmarktpolitik von CDU und FDP", sagte der arbeitsmarktpolitische Sprecher Enno Hagenah am Mittwoch (heute) in Hannover. Die Landesregierung habe den dramatischen Wandel am Arbeitsmarkt verschlafen. Es sei zu viel Zeit mit Debatten über Befindlichkeiten und Probeläufe für Modellprojekte vergeudet worden.

Die Grünen beziehen sich auf aktuelle Studien, nach denen in niedersächsischen Unternehmen im vergangenen Jahr mehr als 6.000 offene Ingenieursstellen aufgrund fehlender Bewerber nicht besetzt werden konnten.

Hagenah forderte, die Definition von Einkommensgrenzen für die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte aufzugeben. "Wir müssen diese Hürde zum Wohle unserer Wirtschaft und ihrer Wettbewerbsfähigkeit schleunigst ganz abschaffen und sie durch ein Punktesystem ersetzen", sagte der Grünen-Politiker. Zudem müsse die Regierung erfolgreiche Projekte zur Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt wie das erfolgreiche Aufbaustudium für ausländische Fachkräfte in Oldenburg rasch auf die anderen Hochschulstandorte in Niedersachsen ausweiten.

"Niedersachsen hat schon heute einen Arbeitsmarkt mit unterdurchschnittlichem Qualifizierungsniveau. Wenn nicht sofort massiv gegengesteuert wird, ist der weitere Abstieg des Landes im Bundesländer-Vergleich nicht zu verhindern", sagte Hagenah.

Zurück zum Pressearchiv