Fall Naso: Odyssee bald beendet
Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zeigt sich sehr erleichtert über die angekündigte Wiedereinreise von Anuar Naso und seinem Vater. Filiz Polat, flüchtlingspolitische Sprecherin der Fraktion, erklärt: „Wir sind sehr froh, dass eine Lösung in diesem Fall schneller herbeigeführt werden konnte als bei der Rückkehr von Gazale Salame und ihren Kindern, die letztlich acht Jahre dauerte.“
Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zeigt sich sehr erleichtert über die angekündigte Wiedereinreise von Anuar Naso und seinem Vater. Filiz Polat, flüchtlingspolitische Sprecherin der Fraktion, erklärt: „Die Wiedereinreise der Familie Naso wird nach zweijährigem Martyrium in einem syrischen Foltergefängnis mit der 'Endstation' Sofia voraussichtlich in drei Wochen erfolgen. Wir sind sehr froh, dass eine Lösung in diesem Fall schneller herbeigeführt werden konnte als bei der Rückkehr von Gazale Salame und ihren Kindern, die letztlich acht Jahre dauerte.“
Der Wiedereinreise von Anuar Naso stehe nur noch die Aufhebung eines formalen Gerichtsbeschlusses in Bulgarien entgegen, so Filiz Polat. Anuar Naso war auf Grund seiner Minderjährigkeit per Gerichtsbeschluss in einem Erziehungsheim untergebracht worden, als sein Vater nach der Ankunft aus Syrien inhaftiert wurde. Erst nach der Aufhebung dieses Unterbringungsbeschlusses erteilt die Botschaft das Visum.
Die Landtags-Grünen erklärten, dass der Fall „Naso“ neben dem Fall "Gazale Salame" zu den schlimmsten Fällen der Abschiebepolitik des früheren Innenministers Uwe Schünemann (CDU) gehört habe. Die Abschiebung erfolgte im Februar 2011, als das Auswärtige Amt bereits vor Abschiebungen in die Republik Syrien warnte.