Pressemeldung Nr. 31 vom

Flächendeckender Islamunterricht ein "Zwischenschritt" - Für gemeinsamen Werteunterricht

Die Landtagsgrünen unterstützen die Forderung nach der flächendeckenden Einführung des islamischen Religionsunterrichts. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter sprach am Montag in Hannov...

Die Landtagsgrünen unterstützen die Forderung nach der flächendeckenden Einführung des islamischen Religionsunterrichts. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter sprach am Montag in Hannover von einem "Zwischenschritt". "Die Muslime werden so in ihrer religiösen Identität anerkannt. Das fördert die Integration. Langfristig kann die Lösung aber nur in einer gemeinsamen Werteerziehung liegen", sagte die Grünen-Politikerin. Erst im Dialog mit anderen Weltanschauungen und Religionen könne man seine eigene Position bestimmen und Respekt und Toleranz entwickeln. Die Grüne fordert daher langfristig einen gemeinsamen Werteunterricht für alle.

Korter begrüßte es, dass Ministerpräsident Christian Wulff sich für eine verstärkte Integration der hier lebenden Muslime einsetzt. "Endlich scheint auch die CDU anzuerkennen, dass Deutschland seit Jahrzehnten ein Einwanderungsland ist und die Integration mehr Impulse braucht."

Wenn der niedersächsische Ministerpräsident mehr für die Integration tun wolle, könne der islamische Religionsunterricht nur Teil eines Gesamtkonzepts sein. Vor allem bei der frühen Sprachförderung müsse erheblich mehr getan werden.

Die deutsche Sprache an Schulen auch außerhalb des Unterrichts gesetzlich vorzuschreiben, ist für die Grünen keine Lösung. "Aber wenn Schüler, Eltern und Lehrer dafür sind und die Schule sich dieses Ziel eigenverantwortlich setzt, dann ist das durchaus sinnvoll", sagte Korter. Die Beherrschung der deutschen Sprache sei grundlegende Voraussetzung für Bildungserfolg und gesellschaftliche Teilhabe.

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