Flughafenausbau Kassel-Calden gefährdet Arbeitsplätze in Niedersachsen - Ministerpräsident muss Landesinteresse vertreten
Ein klärendes Gespräch zwischen Ministerpräsident Gabriel und seinem hessischen Amtskollegen Koch zur Wahrung der niedersächsischen Interessen beim Ausbau des Flughafens Kassel-Calden an der Ländergre...
Ein klärendes Gespräch zwischen Ministerpräsident Gabriel und seinem hessischen Amtskollegen Koch zur Wahrung der niedersächsischen Interessen beim Ausbau des Flughafens Kassel-Calden an der Ländergrenze haben die Landtagsgrünen gefordert. Der verkehrspolitische Sprecher Stefan Wenzel kritisierte, dass keine niedersächsischen Vertreter zu den Antragskonferenzen des Raumordnungsverfahrens eingeladen wurden. Die hessischen Pläne würden Arbeitsplätze in Hann. Münden gefährden.
Hessen plant zur Zeit den Ausbau des Flughafens. Die Einflugschneise der Start- und Landebahn würde genau über Hann. Münden verlaufen. "Die hessischen Pläne gefährden Arbeitsplätze in der Stadt", sagte Wenzel am Donnerstag in Hannover. Das Nephrologische Zentrum, ein weiteres Krankenhaus und Pflegeeinrichtungen wären betroffen. Auch die touristische Entwicklung der Fachwerkstatt würde einen herben Rückschlag erleiden, wenn die neue Einflugschneise käme.
Wenzel: "Bevor Fakten geschaffen werden, müssen die Nachbarn über den Gartenzaun mal Tacheles reden."
In einem Antrag zur Plenarsitzung in der kommenden Woche fordern die Grünen eine Stellungnahme des Landes. Jenseits einer grundsätzlichen Bewertung der Sinnhaftigkeit der
Gesamtplanung sei die Ausbauvariante C, die Hann. Münden zur Einflugschneise mache, grundsätzlich abzulehnen.