Pressemeldung Nr. 5177 vom

Genehmigungsverfahren zur Schlickablagerung bei Harriersand ausgesetzt - Grüne fordern Gesamtkonzept für Schlick aus Sportboothäfen

Der Antrag auf Ablagerung von 10.000 m3 Hafenschlick aus dem Achimer Sportboothafen in der Weser bei Harriersand wurde inzwischen"ruhend gestellt". Zunächst soll nach alternativen Klappstellen oder na...

Der Antrag auf Ablagerung von 10.000 m3 Hafenschlick aus dem Achimer Sportboothafen in der Weser bei Harriersand wurde inzwischen"ruhend gestellt". Zunächst soll nach alternativen Klappstellen oder nach Möglichkeiten der Unterbringung des Schlicks an Land gesucht werden. Das geht aus der Antwort des niedersächsischen Umweltministers Sander auf eine Anfrage der Grünen-Landtagsabgeordneten Ina Korter hervor.
Bereits unmittelbar nach Bekanntwerden der Achimer Planungen Anfang Mai hatte sich die Grünen-Politikerin beim Umweltministerium u.a. nach der Schadstoffbelastung des Achimer Hafenschlicks erkundigt. "Der untere Richtwert, bei dem die Ablagerung des Hafenschlicks in der Weser zumindest aufgrund der Schadstoffbelastung unproblematisch wäre, wird für mehrere Stoffe überschritten. Die Verklappung in der Weser wäre also nur unter Auflagen möglich", erklärte Ina Korter.
Auch die Verträglichkeit mit dem Naturschutz müsse noch geprüft werden, heißt es im Antwortschreiben des Umweltministers.
Völlig unbefriedigend sei die Antwort auf ihre Frage nach alternativen Deponierungsmöglichkeiten, so Ina Korter: Eine Deponierung an Land sei zwar grundsätzlich möglich, dafür liege jedoch kein Antrag vor, schreibt Minister Sander.
"Es ist uneffektiv und teuer, wenn jeder kleine Sportboothafen für sich nach Möglichkeiten zur sinnvollen Beseitigung des Hafenschlicks suchen und dafür sämtliche Genehmigungsverfahren durchlaufen muss. Das Land muss ein Konzept für die umweltverträgliche Beseitigung des Schlicks aus den kleinen Häfen vorlegen", forderte die Grünen-Abgeordnete.
Die Verschlickung vieler Häfen werde schließlich durch Flussvertiefungen erheblich beschleunigt. Außerdem hätten die kleineren Häfen eine erhebliche Bedeutung für den Tourismus. Das Land sei deshalb in der Pflicht, sie entsprechend zu unterstützen, so Ina Korter.

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