Geplante A 38 - Lärmbelastung falsch ausgewiesen! - Wenzel: Landesregierung soll Lärmprognosen korrigieren
Die Lärmbelastung der Ortschaft Reckershausen, Gemeinde Friedland ist in den Planfestellungsunterlagen zum geplanten Bau der Autobahn A 38 falsch ausgewiesen, erklärte der Göttinger Abgeordnete und ve...
Die Lärmbelastung der Ortschaft Reckershausen, Gemeinde Friedland ist in den Planfestellungsunterlagen zum geplanten Bau der Autobahn A 38 falsch ausgewiesen, erklärte der Göttinger Abgeordnete und verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Landtag, Stefan Wenzel. Mit Hilfe einer Anfrage an die Landesregierung will Wenzel jetzt klären, wie hoch die tatsächlich zu erwartende Lärmbelastung in Reckershausen sein würde, wenn die Autobahn wie geplant gebaut würde.
Für die Bewohner von Reckershausen ist nicht ein errechneter Mittelungspegel von Belang, sondern vielmehr die tatsächliche Lärmbelastung bei verschiedenen Windverhältnissen und zu verschiedenen Tageszeiten, erklärte Wenzel. Laut Aussagen aus dem Bundesverkehrsministerium könne die tatsächliche Lärmbelastung 10-20 db(a) höher sein als der Mittelungspegel, den die Strassenbauer bei ihren Planungen zugrundegelegt hätten. Schon 3 db(a) zusätzlich würden vom menschlichen Ohr als Verdopplung der Lärmbelastung wahrgenommen.
Es müsse geklärt werden, so Wenzel, ob die Landesregierung einem Beweissicherungsverfahren zustimme, um sicherzustellen, dass die tatsächliche Lärmbelastung im Leinetal dauerhaft unter den heute zulässigen Grenzwerten bleibe und zudem die Umgebungslärmrichtlinie der EU beachtet werde. Die Anfrage wird Ende August in mündlicher Sitzung beantwortet, teilte Wenzel abschließend mit.