Pressemeldung Nr. 2855 vom

Geplante Streichung der Mittel für Gewaltprävention verschärft Situation an Schulen - Kultusminister als Aktionist

Die Landtagsgrünen haben der Landesregierung vorgeworfen, mit ihren Plänen zur Streichung der Mittel für die Schulsozialarbeit und die ambulanten Maßnahmen für straffällig gewordene Jugendliche die Si...

Die Landtagsgrünen haben der Landesregierung vorgeworfen, mit ihren Plänen zur Streichung der Mittel für die Schulsozialarbeit und die ambulanten Maßnahmen für straffällig gewordene Jugendliche die Situation an den niedersächsischen Schulen zu verschärfen. Jetzt würde Minister Busemann konzeptionslos auf die Gewalttat an einer hannoverschen Schule in der letzten Woche reagieren, sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter.
Es sei zynisch, wenn er vor Aktionismus warnen würde, selber aber genau diesen Aktionismus in Gang setze. "Die Einberufung eines Anti-Gewalt-Gipfels und die Anordnung, am Montag im Unterricht über Gewalt zu sprechen, sollen offenbar Handlungsstärke demonstrieren. Das ist aber auch alles."
Korter mahnte die Umsetzung der Vorschläge der länderübergreifenden Arbeitsgruppe "Gewaltprävention" an, die im März diesen Jahres von Niedersachsen und dem Saarland erarbeitet wurden. Die dort vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen den Bereich der Ächtung von Gewalt in der Gesellschaft, in der Öffentlichkeit, den Medien und in den Familien, die Gewaltprävention in Kindergärten und Schulen bis hin zu integrativen Maßnahmen für junge Menschen in die Gesellschaft. "Daran ist aber offensichtlich von CDU und FDP nicht weiter gearbeitet worden", kritisierte die Grünen-Politikerin.
"Für Kinder und Jugendliche sind Regeln wichtig und Grenzverletzungen müssebn Konsequenzen haben. Wer aber, so wie Minister Busemann Konsequenzen fordert, selbst aber als Verantwortlicher Personal und Infrastruktur für diese Erziehungsarbeit streicht, hat weder den Ernst der Lage erkannt, noch ist er glaubwürdig", sagte Korter.

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