Überarbeitung der Richtlinien seit über einem Jahr angekündigt:Gewalt gegen Frauen - Landesregierung sitzt Frauenhausförderung aus
Die Landtagsgrünen haben der Landesregierung vorgeworfen gegenüber der noch immer nicht geklärten Finanzierungssituation niedersächsischer Frauenhäuser und Beratungsstellen „eine erschreckende Trägheit“ an den Tag zu legen.
Die Landtagsgrünen haben der Landesregierung vorgeworfen gegenüber der noch immer nicht geklärten Finanzierungssituation niedersächsischer Frauenhäuser und Beratungsstellen "eine erschreckende Trägheit" an den Tag zu legen. Die seit einem Jahr angekündigte Überarbeitung der Frauenhausförderung sei nicht einmal im Ansatz erfolgt, sagte die frauenpolitische Sprecherin Elke Twesten am Mittwoch (heute) nach einer Unterrichtung im Sozialausschuss. "Für die Frauenhäuser und Beratungsstellen steht die Aufrechterhaltung ihrer Angebote im nächsten Jahr auf dem Spiel. Der Tiefschlaf von CDU und FDP muss ein Ende haben."
Mittlerweile hätten alle Fraktionen im Landtag erkannt, dass die derzeitige Richtlinie der Frauenhausfinanzierung unter der CDU/FDP-Regierung den mittlerweile multiplen Problemlagen in den Frauenhäusern längst nicht mehr entspricht. "Entscheidend ist nun, dass das Sozialministerium rechtzeitig eine neue Richtlinie verfasst, die den wirklichen Erfordernissen in den Frauenhäusern und Beratungsstellen gerecht wird", sagte die Grünen-Politikerin. Schon jetzt müssen die personell knapp besetzten Frauenhäuser und Beratungsstellen zu viel Zeit mit Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit verbringen, "Zeit, die für die Bewältigung der eigentlichen Aufgabe fehlt, nämlich den Frauen Schutz und Hilfestellung bei häuslicher Gewalt zu bieten", so Twesten abschließend.