Einstellung des niedersächsischen Feldversuchs gefordert:Gigaliner runter von der Straße
Die Monster-Trucks sind Mega-Unsinn, ihr Einsatz wird zu einer Rückverlagerung von Gütertransporten von der Bahn auf die Straße führen, so Enno Hagenah.
Die Landtagsgrünen haben die Einstellung der Erprobung sogenannter "Gigaliner" auf niedersächsischen Straßen gefordert. "Die Monster-Trucks sind Mega-Unsinn", sagte der verkehrspolitische Sprecher Enno Hagenah am Wochenende in Hannover. "Ihr Einsatz wird die Straße nicht von Schwerlastverkehr entlasten, sondern sogar zu einer Rückverlagerung von Gütertransporten von der Bahn auf die Straße führen."
Entgegen der ausdrücklichen Vorgabe des Bundesverkehrsministeriums hatte sich die Landesregierung zu einem Allleingang in Sachen "Gigaliner" entschieden, die über 25 Meter lang und auf 60 Tonnen Gesamtgewicht ausgelegt sind.
"Unübersehbar" seien auch die negativen Auswirkungen auf die Infrastruktur wie Tunnel, Bahnübergänge oder Brücken, die nicht für die Riesen-LKW geeignet sind. Durch die Zulassung der übergroßen LKW würden aufgrund von schnellerem Verschleiß nicht nur Mehrkosten, sondern auch enorme Investitionen für zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen auf die Steuerzahler zurollen, sagte der Grünen-Politiker.
Hagenah: "Die Gutachten des Bundes und des Verbandes der Verkehrsunternehmen (VDV) sprechen sich eindeutig gegen die Gigaliner aus. Ministerpräsident Wulff muss seinen Verkehrsminister Hirche endlich stoppen." Die Grünen haben für die Plenarsitzung der nächsten Woche einen entsprechenden Entschließungsantrag eingebracht.