Pressemeldung Nr. 3587 vom

Girl`s Day muss ein Mädchentag bleiben!

Die GRÜNE-Ratsfraktion weist die Forderung der Jungen Union zurück, den Girl`s Day auch für Jungen zu öffnen. Der Girl`s Day diene dazu, den Mädchen der Klassen 5 - 10 frauen-untypische Berufe näher z...

Die GRÜNE-Ratsfraktion weist die Forderung der Jungen Union zurück, den Girl`s Day auch für Jungen zu öffnen. Der Girl`s Day diene dazu, den Mädchen der Klassen 5 - 10 frauen-untypische Berufe näher zu bringen. Deshalb müsse er ein Mädchen-Tag bleiben.
"Es ist eine geradezu peinliches Zeugnis von profunder Unkenntnis, wenn Christdemokratinnen wie Dinah Stollwerk nun die Diskriminierung der Jungen gegen den Girl`s Day ins Feld führen", so die frauenpolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion Margit Göbel.
Nach Informationen des Deutschen Städtetages würden sich heute immer noch vier von fünf Schulabgängerinnen für gerade einmal 25 meist typisch weibliche Dienstleistungsberufe wie Arzthelferin, Frisörin, Krankenschwester etc. entscheiden. Dies zeige deutlich, dass noch ganz viel Bewusstseinsarbeit bei Eltern, Jugendlichen und in den Betrieben erforderlich sei, um diese strukturelle Ungleichbehandlung zu beseitigen.
Göbel schlägt der Sprecherin der jungen Union Dinah Stollwerk vor, das Konzept des Girl`s Day dahingehend zu überdenken, dass im Unterricht die strukturellen beruflichen Unterschiede von Männern und Frauen thematisiert werden und hier explizit die Jungen einbezogen werden. Außerdem könne man auch darüber nachdenken, am Girl`s Day interessierte Jungen in jungen-untypische Berufe (z.B. als Frisör oder als Arzthelfer) einzuführen. Mit einer generellen Öffnung des Girl`s Day für Jungen, wie sie die Christdemokraten fordern, würde dagegen das Ziel, Gleichbehandlung auch in der beruflichen Praxis herzustellen, verfehlt.

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