Abschalten von AKW Unterweser und Ausbau der Vernetzung mit Norwegen begrüßt:Glaubwürdiger Atomausstieg für Niedersachsen nur mit Neubeginn bei der Endlagersuche - McAllister muss Castortransport absagen
„Das Bekenntnis zum Abschalten der alten Atomkraftwerke begrüßen wir ausdrücklich; der Zeitplan für die Abschaltung der restlichen Reaktoren und die Energiewende müssen aber mit einem Stufenplan beschleunigt werden“, so Stefan Wenzel. Unabdingbar sei zudem ein Neuanfang bei der Endlagersuche.
Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel hat die heute (Dienstag) vom Niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister vorgestellten energiepolitischen Vorschläge der Landesregierung als "lückenhafte Diskussionsgrundlage" bezeichnet. "Das Bekenntnis zum Abschalten der alten Atomkraftwerke begrüßen wir ausdrücklich; der Zeitplan für die Abschaltung der restlichen Reaktoren und der Start für die Energiewende müssen aber mit einem Stufenplan beschleunigt werden", sagte der Grünen-Politiker. Unabdingbar sei zudem ein Neuanfang bei der Endlagersuche. Eine Korrektur des Atomgesetzes müsse jetzt das Fenster für den Neubeginn jenseits von Gorleben öffnen, sagte Wenzel. Der Grünen-Politiker forderte Ministerpräsident McAllister auf, als "Zeichen des guten Willens" den für den Herbst geplanten Castortransport ins Wendland abzusagen. Jetzt sollte alles vermieden werden, was weitere Fakten schafft. "Mehr Sicherheit durch weniger Atommüll und ein Ende der Konfrontation im Wendland - das wären die Signale, die ein Landesvater heute aussenden müsste!"
Wenzel begrüßte, dass sich die Landesregierung gegen eine vorzeitige Absenkung der Einspeisevergütung für Onshore-Windenergie positioniere. "Auch die Forderung nach dem Ausbau von Seekabelverbindungen nach Norwegen findet unsere volle Unterstützung", sagte Wenzel. Damit würde die Energie aus Windkraft in kurzer Frist grundlastfähig.