Statement:Grüne: A20 steht für eine Verkehrspolitik von gestern, bezahlt von künftigen Generationen

Die A20 ist ein verkehrspolitisches Fossil aus dem vergangenen Jahrhundert: Für Milliarden Euro werden Moore zerstört, Hunderttausende Tonnen CO₂ freigesetzt und neue Verkehrsströme erzeugt, während Brücken und Straßen im ganzen Land verfallen.

Am Montag erfolgt der erste Spatenstich für die A20 auf der Strecke von Westerstede nach Bekhausen geben. Die Grünen in Niedersachsen sehen das Neubauprojekt schon immer kritisch und warnen vor gravierenden Folgen für Natur und Umwelt. Dazu sagt Stephan Christ, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion:

Die A20 ist ein verkehrspolitisches Fossil aus dem vergangenen Jahrhundert: Für Milliarden Euro werden Moore zerstört, Hunderttausende Tonnen CO₂ freigesetzt und neue Verkehrsströme erzeugt, während Brücken und Straßen im ganzen Land verfallen. Viel Geld für unsinnige Autobahn-Neubauprojekte auszugeben, bedeutet gleichzeitig, den Sanierungsstau bei bestehender Infrastruktur zu verschärfen. Diesen Zusammenhang müssen sich Union und SPD wohl erst einmal bewusst machen. Bisher fahren sie mit Vollgas in die falsche Richtung und betonieren die Klimakrise.

Wer in Zeiten der Klimakrise noch auf immer mehr Autobahnen setzt, hat die Herausforderungen unserer Zeit nicht verstanden. Wir brauchen stattdessen verstärkte Investitionen in mehr Schiene, Sanierung von Straßen und Brücken und eine zukunftsfähige Mobilität.

Wie andere Autobahnprojekte steht die A20 sinnbildlich für eine Verkehrspolitik von gestern, bezahlt von künftigen Generationen.

 

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