Schlag ins Gesicht der Integrationskommission:GRÜNE: Abschaffung der Stelle der Integrationsbeauftragten ist „schlechtes Zeugnis“
Scharfe Kritik an der bevorstehenden Abschaffung der Stelle der niedersächsischen Integrationsbeauftragten kommt von den Landtagsgrünen. „Ministerin Özkan stellt der bisherigen Stelleninhaberin das denkbar schlechteste Zeugnis aus, wenn sie deren Stelle quasi für überflüssig erklärt“
Scharfe Kritik an der bevorstehenden Abschaffung der Stelle der niedersächsischen Integrationsbeauftragten kommt von den Landtagsgrünen. "Ministerin Özkan stellt der bisherigen Stelleninhaberin das denkbar schlechteste Zeugnis aus, wenn sie deren Stelle quasi für überflüssig erklärt", sagte die migrationspolitische Sprecherin Filiz Polat am Dienstag (heute) in Hannover. Auch die Bundesintegrationsbeauftragte Böhmer müsse sich nun fragen, welche Wertschätzung ihre Arbeit seitens der CDU-FDP-Regierung erfährt.
Die Grünen-Politikerin bezeichnete die bisherige Konzeption der Stelle ebenfalls als verbesserungswürdig, sieht allerdings die Lösung nicht in der Abschaffung, sondern in der dringend erforderlichen Qualifizierung. "Wir fordern eine unabhängig agierende Beauftragte als Stabsstelle, die die Interessen der Zugewanderten und deren Familien formuliert, anstatt wie bisher den MigrantInnen die Position der Landesregierung näher zu bringen", sagte Polat.
Da das Land Niedersachsen bereits über eine Integrationskommission verfügt, baue die Ministerin eine "Parallelstruktur" auf. Polat: "Das ist eine Provokation und Respektlosigkeit gegenüber den amtierenden Kommissionsmitgliedern."