IGS benachteiligt - Inklusive Schulen mangelhaft ausgestattet:GRÜNE: Absenkung der Klassenfrequenzen unzureichend
Als „unzureichend“ hat die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter die Ankündigung von Kultusminister Althusmann über die geplante Senkung der Klassen-obergrenzen in einigen Jahrgängen der Grundschulen, Realschulen und Gymnasien kriti-siert.
Als "unzureichend" hat die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter die Ankündigung von Kultusminister Althusmann über die geplante Senkung der Klassenobergrenzen in einigen Jahrgängen der Grundschulen, Realschulen und Gymnasien kritisiert. Der Minister betreibe bildungspolitisches "Stückwerk". "Das ist alles andere als ein großer Wurf. Eine Verkleinerung der Klassen ist in allen Schulformen nötig, vor allem, wenn die Inklusion gelingen soll", sagte die Grünen-Politikerin am Dienstag (heute) in Hannover.
Die CDU-FDP-Regierung würde jetzt lediglich die 2004 von ihr selbst vorgenommene Erhöhung der Klassengrößen von 30 auf 32 wieder zurücknehmen. Statt die große Herausforderung der Inklusion anzunehmen und jetzt die künftig Inklusiven Schulen aller Schulformen aufsteigend mit kleineren Klassenfrequenzen und geeignetem Personal zu unterstützen, setze sich die Regierung McAllister wieder einseitig für die Verfechter des gegliederten Schulsystems ein.
Es sei seit langem überfällig und unstrittig, dass die 10. Klassen der Gymnasien und seit Einführung des Turbo-Abiturs auch der Integrierten Gesamtschulen als Eingangsstufe der gymnasialen Oberstufe verkleinert werden müssten. Die Grünen hätten deshalb bereits seit 2008 eine Reduzierung auf 24 Schülerinnen und Schüler gefordert. Dies sei vor der Einführung des G 8 die Klassengröße für die 11. Klasse gewesen.
Die Ankündigung Althusmanns, die Schülerzahlen an den Gymnasien, Gymnasialzweigen der KGS und den Realschulen abzusenken, nicht aber an den Integrierten Gesamtschulen, sei "entlarvend". "Die systematische Benachteiligung der Gesamtschulen geht weiter", sagte Korter. Deutlich werde auch, dass CDU und FDP in das Gelingen der Inklusiven Schule "kein Herzblut" investieren wollten.