Umweltministerum muss Gefährdungspotential für die Bevölkerung ermitteln lassen:GRÜNE: AKW-Esenshamm stellt hohes Sicherheitsrisiko für Wesermarsch dar
Als „gefährlichen Beweis“ für die mangelnde Sicherheitskultur in deutschen Atomkraftwerken sehen die Landtagsgrünen das AKW Esenshamm. Ein jetzt veröffentlichtes Gutachten belege die Gefahren einer Kernschmelze als Folge eines Terrorangriffs aus der Luft oder vom Boden.
Als "gefährlichen Beweis" für die mangelnde Sicherheitskultur in deutschen Atomkraftwerken sehen die Landtagsgrünen das AKW Esenshamm. Ein jetzt veröffentlichtes Gutachten, das der grüne Kreisverband Wesermarsch in Auftrag gegeben hat, belege die Gefahren einer Kernschmelze als Folge eines Terrorangriffs aus der Luft oder vom Boden, sagte der atompolitische Sprecher Andreas Meihsies am Freitag in Hannover. "Die Schäden, die auftreten würden, sind für das Bedienungspersonal nicht mehr beherrschbar; je nach Windrichtung würden große Teile der Wesermarsch radioaktiv verseucht."
Der Grünen-Politiker warf dem niedersächsischen Umweltminister in diesem Zusammenhang vor, die Gefahren, die von diesem AKW ausgehen, zu verharmlosen. So habe es Sander versäumt, eine umfassende Sicherheitsanalyse für das AKW in Esenshamm anfertigen zu lassen, die auch eine Detailuntersuchung für die Folgen von Terrorangriffen sowie eine Gefährdungsabschätzung durch Hochwasser beinhalte. "Das von diesem Atomreaktor ausgehende Gefährdungspotenzial für die Bevölkerung in der Wesermarsch muss umgehend genau ermittelt werden", forderte Meihsies.