Statement:Grüne: Antisemitismus bedroht den gesellschaftlichen Zusammenhalt

Die erschreckenden Zahlen aus dem RIAS-Jahresbericht machen erneut deutlich, dass jüdische Menschen in unserem Land weiterhin und seit dem Überfall der Hamas auf Israel verstärkt Hass, Anfeindungen und Bedrohungen erleben müssen.

Die Zahl antisemitischer Vorfälle in Niedersachsen ist 2025 erneut auf einen Höchststand gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Niedersachsen (RIAS) hervor. Dazu sagt Pascal Mennen, Sprecher für Religionsgemeinschaften und gegen Antisemitismus der Grünen-Landtagsfraktion:

Die erschreckenden Zahlen aus dem RIAS-Jahresbericht machen erneut deutlich, dass jüdische Menschen in unserem Land weiterhin und seit dem Überfall der Hamas auf Israel verstärkt Hass, Anfeindungen und Bedrohungen erleben müssen. Es geht hier längst nicht mehr um einzelne Taten, sondern Übergriffe, die den Alltag vieler jüdischer Menschen prägen. Jeder antisemitische Vorfall ist einer zu viel.

Gerade die vielen Fälle von verletzendem Verhalten und die oft versteckten, aber wirkungsvollen Formen des Antisemitismus zeigen, wie groß die Herausforderung für unsere Gesellschaft nach wie vor ist. Jüdisches Leben gehört selbstverständlich zu Niedersachsen. Wer jüdische Menschen angreift, bedroht oder ausgrenzt, greift die Grundlagen unseres demokratischen Zusammenlebens an.

Den jüdischen Gemeinden in Niedersachsen gilt unsere große Solidarität. Wir sehen ihre Sorgen, wir nehmen ihre Erfahrungen ernst und wir stehen an Ihrer Seite. Antisemitismus entschlossen entgegenzutreten, bleibt eine gemeinsame Verantwortung unserer gesamten Gesellschaft.

 

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